Baesweiler: Der Ehrenlöwe geht an Ministerin Ina Scharrenbach

Ehrenlöwe der Stadt Baesweiler : NRW-Ministerin Ina Scharrenbach wird ausgezeichnet

Sie wirken erfolgreich an der Entwicklung der Städteregion mit und machen sich insbesondere verdient um die Belange der Stadt Baesweiler: Seit 2008 zeichnet die Kommune deshalb Personen und Institutionen mit dem Ehrenlöwen in Form einer Skulptur aus. Beim Neujahrsempfang der Stadt am 9. Januar 2019 wird diese Ehre nun Ina Scharrenbach zuteil.

Die CDU-Politikerin und Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, habe in sehr kurzer Zeit in ihrem neuen Zuständigkeitsbereich unter dem Stichwort „Heimat“ eine Vielzahl wesentlicher neuer Impulse gesetzt, argumentiert der Rat der Stadt in seiner Begründung. „Insbesondere legt sie damit den Grundstein dafür, dass in kleineren Stadtteilen die unterschiedlichsten Maßnahmen zur Förderung der Dorfgemeinschaft, zur Vereinsförderung und zur Identifizierung mit der Heimat initiiert werden und das dörfliche Leben unterstützt wird“, heißt es weiter.

So hat Scharrenbach, die das Ministerium seit Juni 2017 leitet, unter anderem den sogenannten „Heimat-Scheck“ zur unbürokratischen Förderung von Projekten lokaler Vereine und Initiativen auf den Weg gebracht und mit dem „Heimat-Preis“ eine Auszeichnung für außergewöhnliche Heimatprojekte ins Leben gerufen. Der Rat der Stadt Baesweiler sieht darin nicht zuletzt eine besondere Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements.

Bauwerke erhalten

Schließlich setze sich die Ministerin dafür ein, dass mit dem „Heimat-Zeugnis“ lokale und regionale geschichtsprägende Bauwerke oder Örtlichkeiten in herausragender Weise erhalten oder geschaffen würden. „Gerade für eine Stadt wie Baesweiler mit den kleineren Stadtteilen ist dieser neue Akzent der Landespolitik zur Förderung des Miteinanders, des Heimatgefühls und der Identifikation in der Dorfgemeinschaft von besonderer Wichtigkeit“, betont der Rat.

Nicht zuletzt auch wegen ihres Einsatzes in der Städtebauförderung fiel die Wahl auf Ina Scharrenbach. Seit Jahren profitiere Baesweiler von den Fördermitteln von Bund und Land. So habe der positive Strukturwandel nach dem Ende des Bergbaus entscheidend unterstützt werden können, schreibt der Stadtrat und verweist auf den Carl-Alexander-Park, den Kauf und die Sanierung der Burg Baesweiler, die Sanierung des städtischen Gymnasiums sowie die umfangreichen Maßnahmen in Setterich – etwa die Schaffung des Zentrums zwischen dem Adenauerring und der Schmiedstraße – im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.

„Gerade dieses Programm hat uns bei unserer wichtigen Aufgabe der Aufwertung der alten Siedlungsstrukturen Setterichs und der Integration einer Begegnungsstätte entscheidend nach vorne gebracht“, begründet der Rat seine Entscheidung. Zudem habe durch finanzielle Unterstützung von Bund und Land der Volkspark umgestaltet werden können, ebenso der Bereich Am Feuerwehrturm. Zu nennen sei auch die gerade erst abgeschlossene Sanierung der Kückstraße. Ebenso verweist die Stadt auf den Umbau der Straße In der Schaf zum Busverknüpfungspunkt und die Erweiterung des Baesweiler Hallenbades. Aktuell würden im Rahmen des Programms „Stadtgrün“ der Wasserspielplatz und der gesamte Sportstättenbereich in der Parkstraße umgestaltet.

Ein weiterer Aspekt, der zur Auswahl von Ministerin Scharrenbach beigetragen hat, ist nach Auskunft der Stadt ihr besonderes Engagement für die Siebenbürger Sachsen, deren Angehörige nach ihrer Flucht aus Rumänien zum Teil auch in Baesweiler eine neue Heimat gefunden hatten.

Vor Ina Scharrenbach wurden unter anderem schon die ehemaligen Landtags- bzw. Bundestagsabgeordneten Hans Vorpeil (SPD) und Hans-Peter Schmitz (CDU), der frühere Chefredakteur von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten, Bernd Mathieu, sowie die Freiwilligen Feuerwehren der Region mit dem Ehrenlöwen ausgezeichnet.

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