Würselen: Backsteingebäude werden nun doch abgerissen

Würselen: Backsteingebäude werden nun doch abgerissen

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Nun ist so ein Fall eingetreten. Dem Wunsch der Kulturstiftung Würselen, des Stadtrates und der Stadtverwaltung, zwei Backsteingebäude auf dem Singergelände stehen zu lassen, um die Option auf eine Nutzung als Begegnungszentrum zu wahren, entspricht der Grundstückseigner, die Firma Groz-Beckert, offensichtlich nicht.

Bürgermeister Arno Nelles (SPD) hatte zuletzt noch „auf Geschäftsführerebene“ versucht, das Schlimmste zu verhindern. Offenbar vergeblich. Die Bagger rückten am Dienstag zunächst dem Treppenturm zuleibe.

Und das, obwohl interessierte Investoren, die Groz-Beckert an der Hand haben soll, in ihrem Konzept die beiden Backsteingebäude hätten unterbringen können, wie es seitens der Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen geheißen hatte. Zudem reiben sich Verantwortliche der Stadtverwaltung verwundert die Augen angesichts dieses Vorgehens, gibt doch die Firma Groz-Beckert auf diese Weise ohne Not ein Faustpfand in den weiteren Verhandlungen mit der Stadt Würselen aus der Hand.

Was ein Investor auf dem freigeräumten Singergelände auch immer realisieren möchte, muss über die Stadt Würselen laufen. Bebauungsplan und Baurecht sind Sache der Kommunen.

(-ks-)
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