Baesweiler: Autorin Regine Kölpin liest zum fünften Mal in Baesweiler

Baesweiler: Autorin Regine Kölpin liest zum fünften Mal in Baesweiler

Ein kleines Jubiläum feiert die aus Ostfriesland stammende und bundesweit bekannte Buchautorin Regine Kölpin: Zum fünften Mal ist sie zu Gast in Baesweiler. Am Donnerstag, 21. November, liest die erfolgreiche Autorin im Kulturzentrum der Burg Baesweiler aus ihrem neuen Roman „Der Meerkristall“. Im Interview spricht sie über den persönlichen Anreiz, dort ihre Bücher vorzustellen.

Ihr Terminkalender ist pickepacke voll, trotzdem reicht es noch für einen Baesweiler-Besuch. Wie kommt‘s?

Kölpin: Ich liebe die Lesungen in Baesweiler. Es macht Spaß in der wunderbaren Atmosphäre der Scheune zu lesen, die so liebevoll von der Büchereileiterin Elke Tetz vorbereit wird. Die Baesweiler sind ein tolles Publikum. Deshalb fühle ich mich in Baesweiler immer besonders herzlich willkommen.

Sie haben ein sehr großes Repertoire an Publikationen. Gibt es etwas, das Sie besonders gerne schreiben?

Kölpin: Im Augenblick liegt mein Schwerpunkt bei Romanen, die sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Denn alles, was war, hat auch immer mit der Gegenwart zu tun . Ich grabe sehr gern in der Vergangenheit herum, wobei das nicht zwangsläufig eine andere Epoche sein muss. Neben dem Schreiben liebe ich den direkten Kontakt zum Publikum und lese meine Bücher also sehr gerne vor.

Stimmt es, dass Sie künftig ein wenig vom Genre Krimi weggehen möchten?

Kölpin: Mein Augenmerk hat sich in der Tat sehr auf die Historie verlagert, wobei ich den Krimi nicht ganz beiseite schieben werde. Da darf man sogar noch etwas von mir erwarten. Aber es stimmt schon, dass ich ihn nicht mehr so sehr in den Mittelpunkt stelle.

Worauf darf man sich denn in Baesweiler freuen? Beschreiben Sie doch einmal kurz ihr neues Buch „Der Meerkristall?

Kölpin: Es ist ein historischer Roman aus dem 16. Jahrhundert. Im Zentrum stehen reale historische Figuren und die Hebamme Hiske Aalken. Die Romane um diese Hebamme haben sehr viel mit der Täufergeschichte Münsters zu tun, spielen aber in Ostfriesland, dort geht die Geschichte nämlich weiter. Im Meerkristall wird ein Kaufmann tot im neuen Siel gefunden, sein Medaillon, der Meerkristall ist aber verschwunden. Und dieses Medaillon wird zu seinem Mörder führen, man muss es nur finden.

Hiske hat somit alle Hände voll zu tun, gerät doch ihr Ziehsohn in Verdacht. Sie wird von einem ehemaligen Scharfrichter aus Jever verfolgt, der noch eine alte Rechnung mit ihr offen hat. Zudem grassiert das Marschenfieber, und ihre Liebe zu Jan hat sich ebenfalls noch nicht erfüllt. Das ist schon viel Stoff. Ich werde nicht nur lesen, sondern auch immer wieder einen Einblick in die Zeit und Historie geben. Ich freue mich auf die Lesung.

Sie haben neben vielen Fans auch enge Freunde hier. Wird denn Baesweiler auch mal in einem Ihrer Bücher vorkommen? Nachdem Sie jetzt schon zum fünften Mal hier Station machen?

Kölpin: Ja, ich besuche in Baesweiler auch immer meine Freundin Chris Laser, was wir sehr genießen. Ich werde mal schauen, was ich aus Baesweiler so an Historie ausgraben und verwenden kann. Das ist eine richtig tolle Idee und wäre eine Hommage an eine liebenswerte Stadt. Sie müssen mir nur ein wenig Zeit und Vorlauf geben, dann passt es vielleicht.

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