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Alsdorf: Authentischer Sound im Stil der 50er Jahre

Alsdorf : Authentischer Sound im Stil der 50er Jahre

„Ohne Buddy Holly hätte ich nie den Mut gehabt, mit Brille auf die Bühne zu gehen.” Das Zitat stammt von John Lennon. Es hätte auch von Marko Formanek stammen können.

Seit dem Aus für das Hamburger Musical „Buddy” tourt das Original-Show-Quartett um Frontmann Marko „Buddy” Formanek als Sendbote des RocknRoll durchs Land. Ihr Titel ist Programm: „A Tribute to Buddy”.

Dritte Tournee

In der Alsdorfer Stadthalle starteten sie ihre dritte Tournee mit gehörigem Aufwand. Auf riesigen Tuchbahnen im Bühnenhintergrund war die Skyline einer amerikanischen Metropole gepinselt, davor ein Cadillac und über allem das markante Konterfei Hollys.

Der stimmungsvolle Background für ein besonders in puncto Sound durch und durch authentisches Konzert. Betagte, teils abgewetzte Röhrenverstärker, ein geradezu winziges Drumkit, der obligatorische Zupfbass und eine stattliche Anzahl von Gitarren - das alles brauchte es für den unverfälschten Klang der 50er.

Brillant intonierend

Ob der brillant intonierende Gitarrist Uli Kringler mit klar-transparentem Stratocaster-Sound zugange war, mit seiner warm-klingenden Gretsch-Semiakkustik oder ganz unplugged - das besondere Talent Hollys, aus ein paar simplen Akkorden große Melodien zu entwickeln, kam mit jedem gespielten Ton rüber. Die optimale Ergänzung für die Stimme von Marko Formanek, der bisweilen zwar deutlich mehr Druck als das Vorbild rüberbrachte, ihm in Klang und Timbre jedoch sehr nahe stand.

Auch andere Helden des RocknRoll ließ er imponierend zu Wort kommen, Roy Orbison mit seiner „Pretty Woman” etwa, oder Ritchie Valens „La Bamba”.

Wilde Akrobatik-Einlagen

Geschickt variierten die fünf Musiker ihre Instrumente, boten zeittypisch-wilde Akrobatik-Einlagen am Zupfbass und stehend in die Pianotasten gedroschene RocknRoll-Läufe. Gut ausbalanciert auch die Setlist: Zwischen die elektrisierenden Uptempo-Nummern schob das Quintett balladenlastige Unplugged-Blöcke und lieferte satte 28 Songs in zwei Stunden.

Für die gut 800 Fans war das noch nicht genug. Die forderten stehend ihre Zugaben und hatten auch danach noch minutenlange Ovationen für eine rundum überzeugende Reinkarnation der Kultfigur des RocknRoll übrig.