Eurode: Austausch zwischen Herzogenrather und Kerkrader Kindern

Eurode: Austausch zwischen Herzogenrather und Kerkrader Kindern

„Rennen, Rennen, Rennen“ empfahl eine Mutter den Kindern im Vorschulalter. Doch die Kleinen ließen es eher gemütlich angehen, schließlich waren sie hier nicht zu einem sportlichen Wettstreit, sondern zum „Goedendag“-Projekt angetreten.

Dabei treffen die Gruppen aus der Herzogenrather „Villa Kunterbunt“, dem Familienzentrum St. Maria Heimsuchung und den befreundeten Kinderopvangen „De Steltloper“ und „Woelwaters“ aus Kerkrade mindestens einmal im Monat aufeinander, um sich spielerisch und in Aktion auszutauschen. Einmal im Jahr gibt es dann auch eine größere Aktion, bei der dieses Mal das Terrain des wunderschön gelegenen Abenteuerspielplatzes in Herzogenrath genutzt wurde.

Ein Ball, zwei Stangen und zwei Kinder: Fertig war die spannende Spielrunde am Grillplatz. Foto: Markus Bienwald

Acht Stationen

Dort waren gleich acht Stationen zu durchlaufen, die den Kindern in Sachen Geschick und Teamarbeit viel abverlangten. So galt es beispielsweise, einen Ball zu zweit auf zwei Stöcken um die Sitzgelegenheiten am Grillplatz zu transportieren. Bei einer anderen Station wurden die Kinder mit einem Seil an einem Bein zusammengebunden und mussten gemeinsam ins Ziel kommen.

Teebeutel-Weitwurf, Hüpfen durch Ringe und über kleine Hindernisse oder auch der Wasser-Express, bei dem mit Hilfe von Bechern ein Eimer geleert und ein anderer gefüllt werden musste, schlossen den Reigen. Nun nutzten manche der 46 Teilnehmer den Transport des Wassers auch dazu, sich mit dem flüssigen Nass zu stärken, aber das tat der Spielfreude keinen Abbruch.

Zuschüsse für das Projekt

Ganz schnell waren auch die bei Kindern ohnehin kaum ausgeprägten Sprachbarrieren der beiden europäischen Nachbarn durchbrochen. Denn so erwerben die Kinder durch gemeinsames Lernen und Spielen ganz leicht die Sprache des anderen — Verständigungsprobleme gab es noch nie.

Das aus Zuschüssen der „Stichting Euregio Maas-Rhein“, des „Deutsch-Niederländischen Jugendwerkes“ und Eigenmitteln der jeweils beteiligten Kindertageseinrichtungen finanzierte Projekt wird so zu einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, bei der nicht nur die beteiligten Pädagogen, sondern vor allem auch die Kinder viel mit nach Hause nehmen können.

(mabie)
Mehr von Aachener Zeitung