Ausstellung von Amnesty International im Würselener Rathaus

Bilderausstellung : „70 Jahre Menschenrechte“ im Würselener Rathaus

Noch bis zum 10. Dezember läuft die Ausstellung „70 Jahre Menschenrechte“ im Rathaus der Stadt Würselen. Bei der Eröffnung appelliert der ehemalige Europaparlamentarier Arno Kohn eindringlich, auf das Miteinander zu achten.

„Wenn aus Netzwerken asoziale Hetzwerke werden, müssen wir gemeinsam aufstehen“, war der eindringliche Appell anlässlich der Ausstellungseröffnung „70 Jahre Menschenrechte“ des früheren Mitglieds Arno Kohn des Europäischen Parlaments im Würselener Rathaus. Der Aachener Bezirk von Amnesty International hat eine Bilderausstellung zusammengestellt, die bereits im Stolberger Rathaus und nun in Würselen der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Wolfgang Cornely freute sich darüber, diese nun an diesem „prominenten Ort“ zeigen zu dürfen und lud Interessierte, vor allem aber Schulen dazu ein, sie zu besuchen. Besuchergruppen können sich gerne auch durch ihn führen und so in die engagierte Arbeit von Amnesty International und das weltumspannende Thema einweisen lassen.

Bei der Ausstellungseröffnung zitierte Arnd Kohn den Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Sie bildet die Grundlage dieser sieben Jahrzehnte alten aber nach wie vor bedeutenden Menschenrechte.

„Keine Selbstverständlichkeit“

Zwar habe man heute ein stabiles System erlangt, das es aber nach wie vor zu schützen gilt, sagte der frühere Europaparlamentarier. „Dieses System ist nicht unumstößlich. Wir leben in einer Zeit, in der dies keine Selbstverständlichkeit mehr ist“, warnte Kohn eindringlich. „Ja, auch wir Deutsche müssen vor unserer Haustüre kehren, wenn wir Menschenrechte einfordern“, sagte er.

Als ehemalige Mitarbeiterin von Misereor im Bereich Menschenrechte berichtete Elisabeth Strohscheidt anhand dreier Beispiele über das Errungene, das es zu schützen gilt. Musikalisch wurde die Ausstellungseröffnung begleitet durch Vicente Bögeholz aus Chile, der auf seiner Gitarre mit ausgewählten Stücken aus Südamerika akustische Akzente setzte.

Die Ausstellung kann bis zum Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses der Stadt Würselen auf dem Morlaixplatz besucht werden.

(psw)
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