Herzogenrath: Ausstellung mit Sylter Bildern in Schwarz-Weiß

Herzogenrath : Ausstellung mit Sylter Bildern in Schwarz-Weiß

Wenn die freie Journalistin Nina Krüsmann ihre Kamera in den Händen hält, dann strahlen ihre Augen. Mindestens genauso, wie wenn sie von ihrer Arbeit erzählt. Beruf kommt ja bekanntlich von Berufung und eben den lebt sie voller Emotionen und mit viel Leidenschaft.

Doch nicht nur das Fotografieren und Schreiben begeistern Krüsmann, vor allem beim Reisen kann sie sich von dem zuweilen stressigen Alltag erholen. Die Kamera ist natürlich immer dabei. Beliebtestes Reiseziel: Sylt. Dass die gebürtige Herzogenratherin dieses Jahr auch noch ihr zehnjähriges Reporterdasein feiert, ist nur das I-Tüpfelchen, weshalb sie im FrauenKomm.Gleis1, im Eurode Bahnhof in Herzogenrath ihre Ausstellung „Sylt in Schwarz und Weiß“ präsentiert, wie sie erzählt: „Ich war im August 2008 erstmals auf Sylt und war sofort in den Ort verliebt. In Herzogenrath bin ich nicht nur beruflich viel unterwegs, es ist auch meine Heimat. Und das gepaart mit meinem Jubiläum, habe ich gemeinsam mit Uta Göbel-Groß, der künstlerischen Leiterin des FrauenKomm, als Grund genommen, eine Ausstellung über Sylt anzufertigen.“

Verzicht auf Farbe kein Verlust

Die Bilder sind alle zwischen 2008 und 2012 entstanden. Ursprünglich waren die Fotos bunt. Erst im Nachhinein hat Krüsmann sie in Schwarz-Weiß gehüllt: „Von vorneherein wollte ich die Bilder gar nicht Schwarz-Weiß bearbeiten. Aber als ich gesehen habe, wie die Landschaft dann wirkt, habe ich alle in diesen Tönen gehalten. Jetzt kommt der Reiz der Gegend heraus und die Atmosphäre wirkt stärker auf den Betrachter“, so die 29-Jährige.

Auf ihrer fotografischen Entdeckungstour über die Nordseeinsel sind so 20 Fotos entstanden, die den Facettenreichtum von Sylt zeigen. Angefangen bei der legendären Whiskeystraße in Kampen, über die Buhne 16 bis hin zu den Leuchttürmen von Hörnum und Kampen findet der Betrachter so ziemlich jede Sehenswürdigkeit wieder. Christoph von den Driesch, Bürgermeister von Herzogenrath, lobt vor allem die Natürlichkeit und Unverfälschtheit der Bilder: „Ich persönlich war zwar leider noch nicht auf Sylt, aber man bekommt einen tollen Eindruck von der Insel. Es ist viel mehr als nur das gängige Schicki-Miki- Klischee.“

Zwei Bilder haben es Krüsmann besonders angetan. Die Wilhelmine aus Westerland und die Kegelrobbe Willi im Hafen von Hörnum. Zwei Kultobjekte eingefangen und festgehalten. Wenn sich die studierte Kommunikationswissenschaftlerin ihre Fotos anschaut, erkennt man, dass sie sich schon jetzt wieder auf die feine Insel freut. Die Frage, wo sie ihren nächsten Sommerurlaub verbringen wird, erübrigt sich da. Die Ausstellung kann noch bis zum 18. Juli besucht werden. Und vielleicht laden die Bilder noch viele dazu ein, Willi, Wilhelmine und die Whiskeybar live vor Ort zu sehen .

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