Ausstellung Künstler für Malabon mit Werken von Katrien Caymax

Künstler für Malabon : Synthese von Graphik und Malerei mit Werken von Katrien Caymax

Graphiken und Unikate von Katrien Caymax stehen im Mittelpunkt der 37. Ausstellung „Künstler für Malabon“ auf Burg Rode, die jetzt eröffnet worden ist. „Wir sind in den letzten 30 Jahren und den 36 Ausstellungen zu einer großen Familie geworden.

Ohne Nachwuchs werden wir aber wie so viele Vereine nicht überleben können. Ohne an Kunst interessierten Nachwuchs werden wir diese Ausstellungen irgendwann nicht mehr durchführen können“, ermunterte Herbert Schmerz, Vorsitzender der Projektgruppe Malabon und des Vereins Dritte Welt, die Anwesenden im Freundeskreis Reklame zu machen, dass es lohnt mit dem Erwerb von hochwertiger, aber bezahlbarer Kunst die Projekte auf den Philippinen zu unterstützen.
Zusammen mit den befreundeten Galeristen Ricardo und Mo de Bernardi veranstalten Herbert und Marianne Schmerz Jahr für Jahr die in Europa einmalige Reihe „Künstler für Malabon“. Nach dem großen Erfolg von 1996 präsentieren sie nun noch einmal Werke von Katrien Caymax. Eigentlich sollten diese vor zwei Jahren als Geschenk zu ihrem 65. Geburtstag auf Burg Rode ausgestellt werden. Doch das Schicksal machte allen einen Strich durch die Rechnung. Mitten in der Vorbereitung kurz nach ihrem Geburtstag erlag Katrien in nur wenigen Tagen einer heimtückischen Krankheit.

Katrien Caymax, 1951 in Meeuwen-Gruitrode war eine belgische Graphikerin und Malerin. Sie studierte Graphik an der Kunsthochschule Hasselt in Belgien. Ihre ersten Radierungen, von denen wir einige in dieser Ausstellung zeigen können, waren sehr streng schwarz-weiß ausgeführt. An der Universität in Belgrad erlernte sie die Grundtechnik der Farbgraphik, die sie später weiterentwickelte. Dieses führte sie danach auch zum Malen. Seit 1973 widmete sie sich berufsmäßig ausschließlich der Kunst.

Ihre Graphiken, gefertigt in der überaus schwierigen Ätztechnik, die vom Künstler profunde technische Kenntnisse verlangt, lassen ihre gründliche schulische Ausbildung erkennen. Ihr zeichnerisches Talent erlaubt es ihr, ihren Kompositionen mit kräftigen, wie auch geschmeidigen Zügen, einen äußerst expressiven Charakter zu geben. Ihre Werke scheinen von Farbgebung und Komposition her eine Synthese von Graphik und Malerei zu sein. Im Mittelpunkt all ihrer Bilder ist die weibliche Figur, die oft von Herzchen, Tieren, Spiralen und anderen, ziemlich rätselhaften Elementen umgeben sind.

Wie Herbert Schmerz zitierte, sagte Katrien Caymax einst über ihr Werk: „Diese archetypischen Zeichen kann ich selber nicht mit Sicherheit deuten. Ich kann nur sagen, wie ich mich in sie einfühle. Katzen sind für mich mit Angst und Aggression verbunden. Eine Spirale ist auf irgendeine Art eine Darstellung von Leben, das sich immer im Kreis bewegt, bis es plötzlich aufhört. Fische haben etwas mit Phantasie und Ungebundenheit zu tun."

Der Verein Burg Rode unterstützt die Projektgruppe Malabon schon seit ihrer Gründung. Die Ausstellung ist werktags von 17.30 bis 20 Uhr; samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet und endet am Sonntag, 25. November, mit einem Benefizkonzert der Gruppe „Dream Quartett“ um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Projektgruppe wird gebeten.

(krüs)