Herzogenrath: Ausstellung „Ageless“ mit Überraschungseffekten und viel Witz

Herzogenrath : Ausstellung „Ageless“ mit Überraschungseffekten und viel Witz

„Wie ein Bild genau entsteht und was es am Ende zeigt, dazu mache ich mir grundsätzlich gar keine Gedanken, ich plane da nichts und das macht den Reiz aus“, erzählt Maler Ulrich Wilhelm Röpke. Er eröffnete jetzt seine Ausstellung „Ageless“ im Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath in der Euregio.

Von den Räumen im Eurode-Bahnhof ist der gebürtige Hannoveraner und Wahl-Kölner sehr angetan. Groß, lichtdurchflutet und gut erreichbar seien sie perfekt für seine Werkschau. Im Eingangsbereich deuten Detailaufnahmen an, worauf sich die Kunstfreunde bei den großformatigen Arbeiten in den beiden Sälen freuen dürfen. Dabei sind Überraschungseffekte und viel Witz garantiert. Man muss ganz genau hingegen und sich vor allem ein eigenes Bild der Kunst von Röpke machen, denn es gibt sehr viel zu entdecken.

Kreativer Prozess

Im Hauptraum fällt der Blick des Betrachters auf das Werk „Mutter“. Entstanden im Jahr 2018 lässt die Arbeit eine Menge Raum für persönliche Identifikation. „Ich habe hier mit einer Grundzeichnung begonnen, von der noch etwas erkennbar ist. Danach habe ich schablonenartig und flächig sowie ganz ohne Struktur den Oberkörper und die Haare gemalt. Im Gegensatz dazu hat das Gesicht eine Struktur, zieht mit dick aufgetragener Farbe wie Fühler den Blick ins Bild. Augen, Nase oder Mund gibt es nicht, so dass schier unendlich viele Bilder und Interpretationen möglich sind“, erklärt Röpke über seinen kreativen Prozess, der sich über Wochen entwickelt.

Wie durch ein Bullauge fällt der Blick bei einem weiteren Werk auf „Unter Palmen“. Auch bei diesem Gemälde von 2015 gibt es keine konkrete Quelle der Inspiration oder gar Urlaubserinnerungen, die Röpke als Vorbild gedient haben könnten, wie er erläutert. Hochwertig gearbeitet ist auch dieses Werk in Öl auf Leinwand.

Völlig verblüfft und mit einem breiten Lächeln im Gesicht stehen die Besucher der Vernissage vor dem Werk „Kormoran einen Regenbogen betrachtend“. Ein winziges Detail dieser großformatigen Arbeit war bereits auf der Einladungskarte zu sehen. Für den Betrachter ist es äußerst spannend, den kleinen Ausschnitt wieder zu finden. Auch beim 150 mal 150 Zentimeter großen Werk „Flying Penguin“ gibt es solch ein Suchspiel in Verbindung mit einem 30 mal 20 Zentimeter großen Ausschnitt.

Kräftige Farben, figürliche Malerei, reliefartige Oberflächen sowie starke Dynamik und Kraft prägen die Malerei von Röpke, die einfach seiner Fantasie entspringen.

Die zwölf vorwiegend großformatigen Gemälde unter dem Titel „Ageless“ sind noch bis zum 29. Juli 2018 dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Die Finissage findet am Sonntag, 29. Juli, ab 12 Uhr statt.