Herzogenrath: Ausbildungsmarkt: Umschauen, informieren, ausprobieren

Herzogenrath: Ausbildungsmarkt: Umschauen, informieren, ausprobieren

Trotz der Sonnenstrahlen, die sich Donnerstag schon früh durch die gläsernen Dächer des Technologieparks Herzogenrath (TPH) kämpften, blieb es drinnen doch erstaunlich kühl. Rein wettertechnisch, versteht sich. Denn die letztlich 67 teilnehmenden Betriebe und Institutionen boten bei der nunmehr neunten gemeinsamen Ausbildungsbörse der Städte Alsdorf und Herzogenrath heiße Informationen für künftige Schulabgänger.

Mehr als 1000 von ihnen drängten zur von unserer Zeitung mit präsentierten Börse, wo sich in beiden Bauabschnitten des TPH ein riesiger Markt der Möglichkeiten eröffnete.

Es gab viel zu entdecken im dicht gefüllten TPH: So konnten Schüler eigene Werkstücke anfertigen. Zudem bestand die Chance, mit Azubis über Berufserfahrungen zu sprechen oder sich bei der öffentlichen Hand — etwa der Bundeswehr — über Chancen zu erkundigen. Foto: Markus Bienwald

Spaß am Job haben

Es gab viel zu entdecken im dicht gefüllten TPH: So konnten Schüler eigene Werkstücke anfertigen. Zudem bestand die Chance, mit Azubis über Berufserfahrungen zu sprechen oder sich bei der öffentlichen Hand — etwa der Bundeswehr — über Chancen zu erkundigen. Foto: Markus Bienwald

Gleich 150 Ausbildungsberufe wurden präsentiert, es gab viel zu sehen, zu notieren und natürlich auch zum Anfassen und Mitmachen. Denn immer mehr Aussteller setzten auf Erlebnisse und Tests, um bei den Interessenten in einem attraktiven Licht zu erscheinen. „Das allseitige Interesse an der Ausbildungsbörse zeigt, dass es für alle Seiten eine wichtige Veranstaltung ist“, betonte Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch bei der offiziellen Eröffnung.

aubi Foto: Markus Bienwald

Gerade in Zeiten, wo Schlagwörter wie demografischer Wandel und Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt eine immer größere Rolle spielten, sei es wichtig, die passenden künftigen Mitarbeiter zu finden. Dass eine Antwort auf das, was nach der Schule kommt, auch für den Spaß am künftigen Job eine wichtige Rolle spielt, machte Rodas Erster Bürger auch klar.

Azubis geben Einblicke

Und sicherlich hatten noch nicht alle, die im TPH zu Gast waren, ihren persönlichen Masterplan für die Zeit nach der Schule in der Tasche. Sie durften aber alles ausprobieren und sich mit viel Infomaterial eindecken, um ihren Weg in den Beruf gut gerüstet zu beginnen. Überall war etwas zu entdecken.

Denn nicht nur an den reinen Infoständen war etwas los, die Ausbildungsstände im Handwerk waren teilweise auch mit Maschinen bestückt, an denen die künftigen Berufseinsteiger sich ausprobieren konnten. Aktuelle Azubis agierten dabei mit den nur wenig jüngeren Schülern auf Augenhöhe, gaben ihnen einen praktischen Einblick ins vielleicht kommende Berufsfeld.

Mit einem Werkstück wie einem selbst aus einem Rohling hergestellten, persönlichen Schlüsselanhänger oder einem frisch gepressten Stück Seife in der Tasche, traten die interessierten Besucher aber nicht gleich den Heimweg an. Sie probierten sich aus, löteten Werkstücke zusammen oder probierten in den vielen angebotenen Reaktionstests, inwiefern ihr persönliches Tempo aufs Berufsfeld zugeschnitten sein mag.

Dass die Aussteller durchaus aus einem großen Umkreis gekommen waren — die am weitesten Angereisten stammten aus Leverkusen, Köln und Neuss — belegte für den Ersten Beigeordneten der Stadt Alsdorf, Ralf Kahlen, mit wie viel Engagement die Firmen auf die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs gehen. „Auch das ist eine Qualität der Ausbildungsbörse unserer beiden Städte, die uns erfreut und zeigt, dass hier entscheidende Grundsteine für die Zukunft gelegt werden können“, schloss Kahlen, der in Vertretung von Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders bei der Eröffnung war.

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