Baesweiler: Ausbau der Hauptstraße ruft Bürger auf den Plan

Baesweiler: Ausbau der Hauptstraße ruft Bürger auf den Plan

Auch auf der Straße oder doch nur in den Nebenanlagen? Die Frage, wo und wie nach dem Ausbau der Settericher Hauptstraße zwischen Emil-Mayrisch-Straße und Bahnstraße geparkt werden soll, hatte bei der Planung zu einigen Varianten geführt. Heraus kam ein Kompromiss, dem die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses jetzt mehrheitlich zustimmten.

„Wir haben hier eine Lösung, die vermutlich niemanden richtig zufrieden stellen wird, aber hoffentlich vielen entgegenkommt“, beschrieb der Technische Beigeordnete Peter Strauch im Ausschuss die jüngste Planungsänderung. In der Erklärung musste er weiter ausholen: In der ersten Planvariante für den vierten Bauabschnitt sollte die Straße zwischen Sparkasse und Mündung An der Burg nahezu unverändert bleiben. Zu schmal für einen Ausbau, hieß es seinerzeit. So wären von den dort insgesamt 15 Pkw-Stellflächen auch die acht Plätze auf der rechten Fahrbahnseite in Richtung Baesweiler erhalten geblieben. Das jedoch wollten die Anwohner nicht. Begründung: Der Verkehr wird von parkenden Autos ausgebremst, fährt dann wieder an und sorgt so für mehr Lärm. Mit 36 Unterschriften plädierten Anwohner dafür, die Straße doch auszubauen und Stellplätze nur noch in die Nebenanlagen zu integrieren.

Die Stadt ließ einen Plan erstellen und stellte ihn im September den Bürgern vor — mit insgesamt nur noch sieben Pkw-Stellflächen. Das rief wieder Anwohner auf den Plan. Jetzt sind es zu wenig Parkplätze, fanden die 29, die einen weiteren Antrag unterschrieben. Also: Doch lieber weiterhin auf der Straße.

Die Stadt reagierte erneut — und markierte im jüngsten Plan wieder Stellflächen am rechten Fahrbahnrand. Diesmal aber nur vier — jeweils zwei im Block hintereinander und dazwischen Platz zum Manövrieren. So gebe es insgesamt elf Plätze und der Verkehr könne einigermaßen ungehindert fließen, wie Strauch sagte.

Der Parkdruck sei in diesem Bereich enorm hoch, aber mit dieser Lösung könne man leben, befand Andreas Schmitz für die CDU-Fraktion. Dem mochte die SPD sich nicht anschließen und plädierte dafür, die Planung zur Grundlage für eine erneute Bürgerbeteiligung zu machen. „Bei so einer schwierigen Situation sollte man sich die Zeit dafür nehmen“, befand Detlef Lindlau. Wirklich? Peter Strauch warnte vor weiteren Verzögerungen. „Der Planer steht in den Startlöchern. Wenn wir im April mit dem Bau beginnen wollen, muss die Ausführungsplanung jetzt beginnen.“ Zumal sich im Zuge des endgültigen Ausbaus die Zahl der Parkplätze zwischen Sparkasse und Bahnstraße nicht verändern werde. Sie bleibt bei den derzeit 43, weil im weiteren Verlauf der Straße vier zusätzliche geschaffen werden. Unterm Strich also gleich viele Flächen, allerdings leicht verlagert. Ob sich die Anwohner damit begnügen werden?

Die Umsetzung des Konzeptes wurde jedenfalls beschlossen. CDU und FDP votierten dafür, die SPD dagegen, die Grünen enthielten sich.

Mehr von Aachener Zeitung