Alsdorf: Aus Platznot: Gehen Kubiz-Container an die Marien-Realschule?

Alsdorf: Aus Platznot: Gehen Kubiz-Container an die Marien-Realschule?

Die Marien-Realschule platzt aus allen Nähten, denn ab diesem Schuljahr hat sie eine Klasse dazubekommen. „Dreizügig“ darf sie sich jetzt nennen. Da Unterrichtsräume fehlen, hatte die Stadtverwaltung der Politik im Schulausschuss den Vorschlag unterbreitet, Container aufzustellen. Nicht irgendwelche, sondern die, die eigentlich übergangsweise für das Kultur- und Bildungszentrum vorgesehen waren.

Zur Erinnerung: Zunächst war es am Langhaus, der ehemaligen Kraftzentrale, zu Bauverzögerungen gekommen, weshalb zum ursprünglich geplanten Umzugstermin in diesem Sommer unter anderem Naturwissenschaftsräume und die Mensa gefehlt hätten.

Diesen Engpass wollte die Stadt mit für 350.000 Euro neu angeschafften Containern beheben. Der Neukauf war nebenbei bemerkt unwesentlich teurer als eine Anmietung für ein Jahr. Deshalb entschied man sich für diese Lösung. Da nun aber auch im Neubau des Kubiz mit einer um ein Jahr längeren Bauzeit gerechnet werden muss und der gesamte Umzug um ein Jahr verschoben ist, braucht man die Container nicht mehr. Auf Wunsch der Marien-Realschule, so Schuldezernent Stephan Spaltner, wollte man die Container nun also aufstellen.

Und stieß damit im Ausschuss überraschend auf Widerstand. Warum nicht einfach die auslaufende Europahauptschule und die Realschule ihre Gebäude tauschen würden, regte die CDU-Fraktion an. Den Beschluss zu fassen, nur die Aufstellungskosten für die Container durch die Verwaltung prüfen zu lassen, sei vorschnell, wenn es doch Alternativen gebe.

Deshalb wurde der Beschlussvorschlag erweitert. Auch die Umzugskosten der beiden Schulen sollen alternativ berechnet und den Gründungs- und Aufstellungskosten gegenübergestellt werden. Damit konnten sich alle Ausschussmitglieder anfreunden. Der Ausschuss für Gebäudewirtschaft und der Rat müssen ebenfalls noch über dieses Thema befinden.

(vm)
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