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Alsdorf: Auch in den Ferien wird weiter gelernt

Alsdorf : Auch in den Ferien wird weiter gelernt

Die Pforten des Abenteuerspielplatzes „Hüttenhausen” des städtischen Kinder- und Jugendtreffs „Altes Rathaus” in Mariadorf sind seit dem 30. Juni wieder für rund 100 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren geöffnet.

„Als Hauptthema haben wir schon ,Eine Reise um die Welt gewählt und wir machen immer wieder Halt in einem anderen Land, dieses Mal heißt es ,Ein Besuch in der Schweiz”, erzählt Susanne Herzog, Leiterin und Ansprechpartnerin bei den Ferienspielen Hüttenhausen.

Typische Schweizer Klischees werden in Form von Landeskunde mit den Kindern besprochen, und anschließend haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Ideen und Fantasien in die Umsetzung dieser Klischees einzubringen. Zum Anregen der Fantasie haben die Kinder Bücher als Vorlagen, Gesprächsrunden und vielfach bringen die Kinder auch ein großes Vorwissen mit.

Einige malen Kunstwerke mit einer Schweizer Landschaft, so wie Marina, die erzählt, dass es ihr bei den Ferienspielen in Hüttenhausen immer viel Spaß mache: „Ich bin nicht zum erstem Mal hier, ich komme gerne hier hin, es macht Spaß.”

Andere basteln an einem riesigen Schweizer Käse aus Pappmaschee oder alltägliche Kleinteile und Schrott werden von den Kindern so umfunktioniert, dass letztendlich ein kinetisches Objekt entsteht im Stil von Jean Tinguely, einem Schweizer Maler und Bildhauer. Er ist einer der Hauptvertreter der kinetischen Kunst, bei der mechanische Bewegungen Hauptbestandteil des Kunstobjektes sind.

So basteln die Kinder aus dem Drehgelenk eines Schreibtischstuhls ein Windrad. Besonders viel Spaß macht den Kindern allerdings das Bauen ihrer eigenen Hütten. Mit Holzlatten, Paletten, Nägeln und Hammer geht es in kleinen Gruppen an den Bau. Auch hier geht es schweizerisch weiter.

Der Bau von typisch Schweizer Gasthöfen dürfe natürlich nicht fehlen, erklärt Susanne Herzog, zudem gibt es noch die Schweizer Bank, eine Bäckerei entsteht, ein Zirkus soll gebaut werden, so wie eine Werkstatt für Alphörner und ein Geschäft zum Verkauf von Schweizer Uhren. Der 9-jährige Marvin stellt seine Kasino-Hütte vor und erklärt stolz und detailliert, wie die Hütte gebaut wurde, auch, dass die Kinder hier gelegentlich hinkämen, um Karten zu spielen.

Bis die Bank ihr tägliches Geschäft aufnehmen kann, haben sich die Kinder entschieden, Nägel als Zahlungsmittel zu verwenden. „Das gesamte Gelände soll noch mit Bergen und vielen grünen Wiesen in die passende Kulisse gehüllt werden”, erzählt Susanne Herzog.

Für die Umsetzung und die Betreuung der Kinder sorgen insgesamt zehn Betreuer, die alle den Jugendleiterschein haben und kurz vor den Ferienspielen eine kleine Schulung machen. Die vielen Kinder genießen die Natur und das Spielen und Bauen unter freiem Himmel.

Bei plötzlichem Regen suchen sie Schutz unter Bäumen oder großen Schirmen, die gleichzeitig auch als Sonnenschutz dienen. Plötzlicher Regen mache ihnen überhaupt nichts aus, erzählen die Kinder.