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Nordkreis: Arbeit im Wald „macht Spaß”

Nordkreis : Arbeit im Wald „macht Spaß”

Mit 15 Jahren hatte Susanne Bock nach einem Praktikum ihren Traumberuf ausfindig gemacht: Försterin wollte sie werden.

Zehn Jahre später - nach Abi und Studium der Forstwissenschaften an der Fachhochschule Göttingen - betreut sie als Försterin ihre eigenen Reviere. „Das macht mir richtig Spaß!”, sagt die 25-Jährige selbstbewusst. Und das glaubt man ihr aufs Wort.

Susanne Bock ist seit wenigen Wochen Försterin der Stadtwälder von Eschweiler und Würselen. Die Reviere umfassen 805,36 Hektar, die Würselener Betriebsfläche beträgt fast die Hälfte.

Zum Würselener Gebiet zählt auch ein Teil des Wurmtals. Die wunderschöne natürliche „Parklandschaft” ist bei Erholungsuchenden im Nordkreis und darüber hinaus besonders beliebt.

Die Würselener Bereiche hat Susanne Bock bereits erkundet. An ihrer Seite ist in der Regel die zweijährigen Hündin Fa, eine Weimaranerin, zu finden. Jetzt gibt sie den Waldarbeitern am steilen Aufgang zur Kalksteinhalde in der Nähe des Teuterhofs noch einige Anweisungen.

„Waldbesucher hatten sich über den zugewachsenen Pfad beklagt”, berichtet sie. „Das muss erledigt werden, die Pflege des Weges war überfällig”, räumt sie ein. Dabei hat sie und ihr Würselener Team, bestehend aus drei Waldarbeitern, zurzeit jede Menge zu tun.

Nur so zum Beispiel: Die Aufarbeitung von 800 Festmetern Fichtenholz durch Borkenkäferbefall und Windwurf steht an, die Durchforstung in den Nadelholzbeständen um Gut Schwarzenbruch und anderer dringend pflegebedürftiger Waldbestände, die Bepflanzung größerer kahler Waldflächen...

Neben der naturnahen, nachhaltigen Waldbewirtschaftung, freut sich Susanne Bock aber besonders auf die Arbeit in der Waldpädagogik. Sie betreut auch die Würselener Waldjugend.

„Vielleicht liegt es mit daran, dass Kinder näher am Boden sind, sie entdecken so viel und sind so neugierig. Da macht es besonders Spaß, ihnen etwas beizubringen”, freut sie sich sehr auf das Interesse der kleinen und selbstverständlich auch großen Waldbesucher.

Die Bürozeiten von Försterin Susanne Bock sind jeweils mittwochs von 7.30 bis 8.30 Uhr und von 15 bis 18 Uhr im Forsthaus Eschweiler, Bohler Heide 3.

Darüber hinaus sind Treffen nach telefonischer Vereinbarung möglich. Die Försterin ist zu erreichen unter 02403/22339 und 0160/4713941.