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Appell: Die neue Brücke am Pilgramsweg so schnell wie möglich bauen

Am Pilgramsweg in Straß : Forderung: Neue Brücke „unbedingt so schnell wie möglich“ bauen

Die alte Wegeverbindung von Straß ins Naherholungsgebiet Wurmtal so schnell wie möglich neu zu schaffen, lautet ein Appell von Bruno Barth (UBL). Er will nicht erst auf den geplanten Radschnellweg warten, der für ihn noch „in den Sternen“ steht.

Unsere Berichterstattung in Sachen Brücke am Pilgramsweg ins Wurmtal hat den UBL-Fraktionschef Bruno Barth auf den Plan gerufen. Ausgangspunkt war ein gemeinschaftlicher Antrag von CDU und SPD zwecks Neuerrichtung einer Fußgänger-/Radfahrerbrücke über die Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach hinweg. Im Gespräch mit unserer Zeitung hatte der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda im Kontext nochmals daran erinnert, dass der Beschluss für einen solchen Brückenneubau auch mit Blick auf die möglicherweise künftige Trasse des Radschnellwegs geschoben worden sei. Denn dieser wird von Straßen NRW projektiert und soll, so eine Planung, just an besagter Stelle die Bahn queren. Warum also sollte Stadt vorher Geld dazu in die Hand nehmen, war die Überlegung.

Bruno Barth indes votiert dafür, „unbedingt so schnell wie möglich“ eine solche Querung zu errichten. Die 2016 abgerissene Brücke sei für viele Menschen aus der oberen Wendelinusstraße, Maubach und einem Teil von Straß „eine kurze, sehr gut frequentierte Verbindung ins Naherholungsgebiet“ gewesen. Schon unmittelbar nach dem Abriss hätten sich Personen aus diesen Bereichen diesbezüglich an ihn gewandt. Seinerzeit unterlag die Stadt allerdings der vorläufigen Haushaltsführung („Nothaushalt“) und war finanziell nur eingeschränkt handlungsfähig. Jetzt aber sei die Situation anders, sagt Barth: „Und jetzt sollte man handeln!“

Für Radfahrer und Spaziergänger mit Kinderwagen geht hier kaum was: Zurzeit führt ein Treppenpfad zu Bahnunterführung nahe der Straße An den Heggen. Foto: Beatrix Oprée

Spaziergänger, Wanderer, Jogger müssten zurzeit entweder den Umweg über Schütz-von-Rode- und Eisenbahnstraße oder durch den Tunnel in der Verlängerung der Straße Auf den Heggen in Straß nehmen. „Letzterer Weg ist für Radfahrer nur im Huckepack-Verfahren möglich. Für Eltern mit Kinderwagen geht dort gar nichts. Dieser Weg ist als längerfristige Lösung eine Zumutung.“ Zu besagtem Tunnel hinunter führen von Straßer Seite aus zurzeit ein besserer Trampelpfad respektive eine steile Zuwegung mit Treppen. Schüler, die mit dem Fahrrad zum Schulzenrum wollen, müssen über die Schütz-von-Rode-Straße fahren. Barth warnt: „Mehr als einmal habe ich beobachtet, wie Personen – natürlich verbotenerweise und die Gefahr heranrasender Züge unterschätzend – die Gleise zwischen Hundforter Weg und Eisenbahnstraße überkletterten. Übrigens keineswegs nur wagemutige Jugendliche.“

Barth plädiert: „Man sollte zeitnah etwas für Fußgänger und Radfahrer tun und nicht auf eine ,Leuchtturmprojektlösung’ irgendwann warten!“ Wann der seit Jahren diskutierte Radschnellweg komme, stehe „in den Sternen“. Zumal der Radverkehrsbeauftragte der Städteregion, so Barth, „unlängst eine neue Variante ins Spiel gebracht“ habe, nämlich eine Trassenführung vom Wurmtal auf der Seite des Hundforter Wegs mit einer Brückenkonstruktion über die Schütz-von-Rode-Straße in die Innenstadt.

Barth: „Ich hoffe bekanntermaßen aus Natur- und Umweltschutzgründen, dass der Radschnellweg von Pannesheide aus durch die Schutzgebiete im Wurmtal gar nicht realisiert wird.“ Er appelliert zudem: „Klima-, Umwelt- und Naturschutz fängt mit kurzfristigen, realisierbaren Schritten an. Die Fußgänger-/Radfahrerbrücke ist ein solcher Schritt.“