Baesweiler: Anwohner der Grünstraße verärgert

Baesweiler: Anwohner der Grünstraße verärgert

Das schmeckt einigen Anwohnern überhaupt nicht. „Ich könnte platzen”, schimpft Herbert Röhrig nach dem Beschluss des Ausschusses für Verkehr und Umwelt. Das Gremium hatte beschlossen, auf weitere geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen auf der Grünstraße in Setterich zu verzichten. Diese, so formuliert Röhrig, „ist eine Rennstrecke”.

Das Thema Grünstraße beschäftigt Politik und Verkehrskommission seit mehreren Jahren. Zwar ist dort eine Tempo-30-Zone ausgewiesen und es gilt die Regelung „rechts vor links”, Messungen der Verwaltung hatten jedoch zahlreiche und vor allem deutliche Geschwindigkeitsübertretungen von Autofahrern festgehalten.

So präsentierte die Verwaltung nun dem Ausschuss für Verkehr Umwelt eine Maßnahme zur kurzfristigen Problembekämpfung: eine mehrere Zentimeter hohe Bodenschwelle, die im Anfangsbereich der Grünstraße nahe der Bundesstraße 57 auf der Fahrbahn installiert werden könnte. Der Ausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung mehrheitlich jedoch nicht. So führte die CDU das Argument an, dass sich diese Maßnahme nicht mehr lohne.

In der Tat wird die Grünstraße in den nächsten Jahren grundlegend saniert und verkehrsberuhigt ausgebaut. Sie liegt im Programmgebiet des Projektes „Soziale Stadt Setterich-Nord”. Dabei soll der Stadtteil mit reichlich Fördergeld sowohl in sozialer als auch städtebaulicher Sicht auf Vordermann gebracht werden. Mit der konkreten Planung für die Grünstraße soll laut Strauch „spätestens Ende 2011” begonnen werden.

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