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Würselen: Ania Fucz hat alles aus sich herausgeholt

Würselen : Ania Fucz hat alles aus sich herausgeholt

Seit dem Wochenende hat die Stadt Würselen eine waschechte Europameisterin in ihren Mauern: Im polnischen Zgorzeler holte sich Ania Fucz vom Verein „Mujoken-Ki-Dojo” den Titel im Thaiboxen. Und das auf Anhieb.

Die Vorzeigeathletin war zum ersten Mal bei einem solchen Wettkampf dabei, wurde als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft nicht nur von ihrem persönlichen Trainer Uwe Göbkes, sondern auch von Bundestrainer Detlev Thurnau betreut.

Aus 39 Nationen gingen in Polen mehr als 400 Kämpfer und Kämpferinnen an den Start, und in ihrer Gewichtsklasse bekam Ania Fucz es gleich im Viertelfinale mit einer sehr starken Bulgarin zu tun.

Doch die Würselenerin zeigte nicht nur einen technisch ausgereiften Kampfstiel, sie zeigte vor allem ihren schier unglaublichen Durchhaltewillen. Auch wenn Bundestrainer Detlev Thurnau mit dem Ringrichter haderte, Ania Fucz gewann den Kampf deutlich nach Punkten.

Im Halbfinale wartete mit der polnischen Meisterin die Lokalmatadorin auf sie. Auch diesmal setzte sich in allen Runden die Klasse von Fucz durch. Das Finale gegen die finnische Meisterin wurde schließlich zum alles überragenden Kampf.

Die Frau aus dem Norden war ebenso wie ihr Anhang sehr siegessicher, schließlich brachte sie nicht nur einen gestählten Körper, sondern auch die Erfahrung aus mehreren Weltmeisterschaftsteilnahmen mit in den Ring. Mit Kraft holte sich Ania Fucz schon die erste Runde, die nächsten beiden waren allerdings recht ausgeglichen, die letzte Runde musste entscheiden.

Unter den lautstarken Anfeuerungen ihres Teams holte Fucz alles aus sich heraus und schaffte mit einem eindeutigen Sieg in der letzten Runde den Europameisterschafttitel. Jubelnd lag sich die gesamte Nationalmannschaft in den Armen.

Als Anerkennung für diese famose Leistung reist Ania Fucz Ende des Monats mit der Nationalmannschaft nach Thailand zu einem Trainingslager und einigen Showkämpfen.