Städteregion: Amphibien wandern wieder im Nordkreis

Städteregion: Amphibien wandern wieder im Nordkreis

Jetzt wandern sie wieder: Aufgrund des späten Winters hat die Amphibienwanderung erst in diesen Tagen und damit etwas später als üblich angefangen. Der Aufbau der ersten Schutzeinrichtungen für die Kröten, Frösche und Molche in der Städteregion Aachen begann jetzt im Wurmtal am Würselener Mühlenweg.

In dem Bereich zwischen Bardenberg und der Alten Mühle wurden schon Amphibienleitzäune durch sechs Mitarbeiter der Lebenshilfe Aachen aufgestellt. Angeleitet durch zwei ausgebildete Landschaftsgärtner arbeiten sie im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde der Städteregion. Mit den Zäunen werden die Tiere zu fest eingebauten Amphibientunneln geführt, durch die sie sicher zu ihren Laichgewässern kommen. Die Städteregion bittet, dort nur mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren, da die geschützten Tiere trotz Leitzäunen im Bereich von offenen Einfahrten auf der Fahrbahn unterwegs sein können.

Die Frösche sind meistens die Ersten, die in diesen Tagen den Winterschlaf beenden. Die Erdkröten werden erfahrungsgemäß auf „Nummer Sicher“ gehen und noch den tatsächlichen Beginn des Frühjahrs abwarten. Daher müssen für die Artenschutzmaßnahmen auch acht bis zehn Wochen kalkuliert werden. Neben dem Wurmtal laufen auch im Naturschutzgebiet Broichbachtal an der Bergerstraße in Herzogenrath aktuell die Vorbereitungen, um die ersten Frösche sicher über die Straße zu bringen.

Mitarbeiter der Lebenshilfe haben gerade schon mit dem Aufbau von zwei jeweils 500 Meter langen Amphibienleitzäunen und dem Einbau von Eimerfallen begonnen. Radfahrer und Fußgänger werden gebeten, eine Alternativroute zu nutzen.

Entlang des Schutzzaunes an der Bergerstraße werden die Tiere aus den Eimerfallen genommen und von der AG Wurmtal und weiteren Freiwilligen zu den Weihern auf der anderen Straßenseite transportiert. Um die Größenordnung klar zu machen: Im Jahr 2017 haben die vielen ehrenamtlichen Helfer im Bereich der Bergerstraße zwischen Großparkplatz und Hallenbad rund 4000 Tiere sicher über die Straße transportiert.

Ein wenig weiter broichbachaufwärts setzen die Städte Alsdorf und Herzogenrath in Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde eine weitere Schutzmaßnahme um. Wie schon in den vergangenen Jahren ist in dieser Woche die Ottenfelder Allee im Bereich des Schlossparks Ottenfeld und der Straßeneinmündung nach Reifeld und Noppenberg für den gesamten Verkehr gesperrt worden.

Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Ende Mai dauern und dient ebenfalls dem Schutz der Frösche, Kröten und Molche. In Roetgen/Rott wurden schon am vergangenen Wochenende vom Hegering Roetgen die Amphibienzäune aufgestellt. Nächster Einsatzort der StädteRegion wird nach dem Nordkreis in Monschau sein. Hier werden die Schutzmaßnahmen witterungsbedingt allerdings erst Ende März beginnen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Udo Thorwesten von der unteren Naturschutzbehörde (Telefon 0241/5198-2401, Mail: udo.thorwesten@staedteregion-aachen.de).