Baesweiler: „Alte Schmiede“ läuft trotz Insolvenzverfahren weiter

Baesweiler: „Alte Schmiede“ läuft trotz Insolvenzverfahren weiter

Die schlechte Nachricht: Über das Vermögen von Therese Gandelheid, „handelnd unter Gaststätte Zur alten Schmiede“, ist das sogenannte Insolvenzverfahren eröffnet worden. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Betriebswirt Kay Heinrich Simon aus Aachen, wie es im öffentlichen Pflichteintrag nachzulesen ist.

Die gute Nachricht: Sohn Heinz-Rudolf Gandelheid, bislang Küchenchef, will die Gaststätte an der Aachener Straße mit Wirkung zum 1. Februar als Geschäftsführer übernehmen und uneingeschränkt weiterführen, wie er auf Anfrage unserer Zeitung sagte. „Es ist praktisch ein neuer Betrieb unter altem Namen.“ Die sieben Beschäftigten behalten demnach ihre Arbeit.

Das bedeutet, dass alle Vorbestellungen, etwa für Familienfeiern, Bestand haben, wie der Nachfolger versichert. Die Gaststätte „Zur alten Schmiede“ gilt in Baesweiler als eine Institution. In diesem Jahr steht die Feier zum 150-jährigen Bestehen an. Die soll auch stattfinden. Gandelheid junior stellt derzeit den Eventplan 2016 auf.

Heinz-Rudolf Gandelheid ist zuversichtlich, dass angesichts der mittlerweile aufgefüllten Substanz („Das Weihnachtsgeschäft war sehr gut“) genügend im „Topf“ vorhanden ist, um das gegenüber seiner Vorgängerin anhängige Insolvenzverfahren zu verkürzen.

Die Probleme, die der Betrieb bekommen hatte, führt er zum einen auf die Gerüchteküche in Baesweiler zurück, „die nicht gut getan hat“. Zum anderen habe der Umbau im Jahre 2000 „große Belastungen“ mit sich gebracht, die man aber in den Griff bekommen habe.

„Ich denke, wir haben eine optimale Lösung gefunden, um einen unbelasteten Neuanfang machen und den Betrieb weiterführen zu können“, betont Heinz-Rudolf Gandelheid, der im NRW-Landespräsidium des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) für die Aus- und Weiterbildung zuständig ist. Übrigens: Stammgäste werden auf die ihnen vertraute Therese Gandelheid nicht verzichten müssen. Sie wird weiter in dem Gastronomiebetrieb tätig sein, schaut der Sohn optimistisch in die Zukunft.

(-ks-)
Mehr von Aachener Zeitung