Würselen: Alte Mühle in die Luft gesprengt

Würselen: Alte Mühle in die Luft gesprengt

Auch wenn die alte St.-Salmanus-Mühle nicht gleich in sich zusammensackte, war es nur eine kurze Frage der Zeit: Am Ende lagen rund 10.000 Kubikmeter umbauter Raum am Boden.

Helmut Roller und seine vier Mitarbeiter hatten am Samstag in die 1925 erbaute Mühle 15 Kilogramm Sprengstoff und 100 Zünder eingebracht, um das seit zehn Jahren leerstehende Gebäude aus dem Stadtbild zu verbannen.

Um die Grundfläche von etwa 1000 Quadratmetern anderweitig nutzen zu können, hatte die Geschäftsleitung des Sägewerks Eigelshoven beschlossen, das Gebäude abzureißen. Zum Termin rückten nicht nur die Sprengstoff-Experten aus Wuppertal an, sondern auch Schaulustige und Ordnungskräfte.

Zwei Warnsignale - und dann „Bumm!”

25 ehrenamtliche Feuerwehrleute des Löschzuges Broichweiden und zwölf Mitarbeiter des Ordnungsamtes sperrten einen Sicherheitsbereich ab. Die Ortsdurchfahrt Broichweiden wurde auf der K 30 zwischen Willy-Brandt-Ring und Schumanstraße und auf der Hauptstraße zwischen Pappelstraße und Dobacher Straße von der Polizei komplett gesperrt. Willi Vondenhoff vom Ordnungsamt hatte die Maßnahmen mit der Polizei abgestimmt. Vor Ort war auch Ralf Jüsgens, der Vize-Leiter der Feuerwehr.

Kurz nach 16 Uhr ertönte das erste Warnsignal, es folgte ein zweites. Nach einem kurzen Moment war ein dumpfer Knall zu hören. Staub wirbelte auf. Zuerst war nur ein großes Loch in der Wand, nach 20 Sekunden gab es einen weiteren Knall und das Gebäude sackte in sich zusammen.

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