Herzogenrath: Alte Häuser müssen weichen

Herzogenrath: Alte Häuser müssen weichen

Noch stehen sie, die Häuser an der Hubertusstraße 30 bis 36. Nur wenige Schritte vom Sportplatz in Niederbardenberg entfernt, werden sie bald das gleiche Schicksal wie die bereits abgerissenen Häuser „Zum Hagelkreuz“ 14 bis 20 erfahren.

Wie Dr. Maria Mense vom Eigentümer Vivawest Wohnen GmbH auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, war eine Sanierung der Objekte unwirtschaftlich.

„Die Häuser stammen aus dem Jahr 1950, verfügen über keine Heizung, beziehungsweise Kohleöfen und sind auch im Hinblick auf Dächer, Fassaden, Fenster und Elektroinstallationen in sehr schlechtem Zustand“, betont sie. Die ehemaligen Zechenhäuser der Aachener Bergmannssiedlungsgesellschaft standen zum Teil lange Jahre leer, weshalb sich auch einzelne Vandalismusschäden zum allgemeinen Zustand gesellen.

„Schandfleck“

Anwohner sehen in den Häusern eine Art „Schandfleck“ im Ort und freuen sich auf die künftige Neugestaltung des Geländes. „Dann werden die Grundstückspreise ringsum wieder anziehen“, war eine Passantin sicher.

Die Abrissobjekte — acht Wohneinheiten, von denen sieben bereits leer sind — werden frühestens im März verschwinden.

„Der Abriss ist noch nicht genau terminiert, eine Genehmigung liegt vor“, sagte dazu Dr. Maria Mense.

Mit der noch verbliebenen Mietpartei stehe die Vivawest „in engem Dialog“, hier wird adäquater Ersatzwohnraum gesucht, „der den Vorstellungen des Mieters entspricht“, wie die Stellungnahme der Vivawest schließt.

Nach dem Abriss soll nach dem Willen des Eigentümers Bauland für Einfamilienhäuser entstehen, die sich in die direkte Wohnumgebung einpassen.

(mabie)
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