Alsdorf: Alsdorfer wird als Brandstifter verdächtigt

Alsdorf : Alsdorfer wird als Brandstifter verdächtigt

Nach einem Feuer in einem Wohnhaus an der Goethestraße in Warden am vergangenen Freitag hat die Aachener Kripo die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, wie die Polizei am Montag mitteilte. Einen konkreten Verdacht gibt es bereits.

In diesem Zusammenhang richten sich die Untersuchungen jetzt gegen einen 36-jährigen Tatverdächtigen aus Alsdorf. Der Mann war bereits unmittelbar nach dem Brand ins Visier der Polizei geraten.

Eine unklare Rauchentwicklung in dem Haus an der Goethestraße war der Feuerwehr am Freitag gemeldet worden. Da nicht bekannt war, ob sich noch Menschen in dem Objekt aufhielten, wurde Vollalarm für die drei Löschzüge und die Hauptwache ausgelöst.

Die Einsatzkräfte drangen in die Dachgeschosswohnung vor und trafen auf eine vollständig zerstörte Einrichtung. In dem ausgebauten Geschoss war es zum Schwelbrand gekommen, dessen Rauch sich auf die gesamte Wohnung ausgebreitet hatte. Aufgrund fehlender Luftzufuhr und Sauerstoffmangel war der Brand dann aber von selbst erstickt.

Trotz erheblicher Sachschäden könne von „Glück im Unglück“ gesprochen werden, dass es zu keinen Personenschäden gekommen ist, sagt Wehrsprecher Christoph Simon. „Denn gerade diese Art von Schwelbränden birgt sowohl für Betroffene als auch Einsatzkräfte eine erhebliche Gefahr“: Durch das Öffnen der Wohnungstür oder Bersten von Fenstern ströme unmittelbar Umgebungsluft und damit auch Sauerstoff in die Brandwohnung.

Dadurch bilde sich ein Gas-Luft-Gemisch, das sich schlagartig entzünden und eine gefährliche „Brand- und Überdruckreaktion“ auslösen könne.

(red/pol)
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