Herzogenrath: Alsdorfer Kompositionen im Tango-Gewand auf Burg Rode

Herzogenrath: Alsdorfer Kompositionen im Tango-Gewand auf Burg Rode

Auf ihrer Europatournee gaben die sieben Musiker der Gruppe Musicos Tucumanos aus Tucuman im Nordwesten Argentiniens jetzt auf der Burg Rode in Herzogenrath ein außergewöhnliches Konzert, das von der Johann Lütter Stiftung aus Alsdorf präsentiert wurde.

Ingeborg Lütter hieß die Musiker und die Gäste auf Burg Rode herzlich willkommen. Die Musiker aus dem klassischen Bereich und aus der Sparte Jazz-Tango widmen sich seit mehr als 30 Jahren dem feurig-traurigen Tango Nuevo im Stil der Tango-Ikone Astor Piazzolla.

Besonders liegen dem Ensemble Crossover-Arrangements zum französischen Jazz. Nun versuchten sie sich an den Kompositionen des Alsdorfer Komponisten Johann Lütter. Ein besonderes Erlebnis — für die Gruppe und die Zuhörer — war diese Musik. Seine Kompositionen sind an der Musikhochschule Tucuman Prüfungsprogramm für zeitgenössische Musik. Es war ein Konzert auf hohem Niveau.

Die Freundschaft zu den argentinischen Musikern hat Dorothee Broichhausen — Mitglied des Vorstandes der Johann-Lütter-Stiftung — im Jahre 2007 hergestellt. Sie leitete an der Musikhochschule in Tucuman nahe Buenos Aires einen Meisterkursus für Dozenten.

Diese Dozenten haben sich so in die Lütter-Musik verliebt, dass sie dessen Kompositionen in das Prüfungsprogramm für zeitgenössische Musik aufgenommen haben — das gilt noch bis heute. Und diese Dozenten — Musicos Tucumanos — haben den Zuhörern in Herzogenrath einen traumhaften Nachmittag beschert.

Den „Johann-Lütter-Preis — International“ überreichte anschließend der Erste Vorsitzende der Johann- Lütter-Stiftung, Dr. Thomas Lakenberg an die Preisträger 2018, Paola Morena (Klavier) und Estela Garcia (Violocello).

(fs)