Alsdorfer Jugendkunstschule "Aber Hallo" soll ins Kubiz ziehen

„Aber Hallo“ : Die Jugendkunstschule soll ins Kubiz

Unbefriedigend und verwirrend – so stellte sich die Informationslage um den zukünftigen Standort der Jugendkunstschule „Aber Hallo“ aus Sicht ihres Leiters Alexander Müller-Hermes für lange Zeit dar. Nun ist klar, wo die Reise hingeht.

Ursprünglich sollte die Einrichtung nach dem Willen der Stadt im Kubiz und damit in unmittelbarer Nähe zu Gymnasium und Realschule unterkommen, ihren aktuellen Standort in einer ehemaligen Turnhalle in Busch dafür verlassen. Dieser sei bei Bezug im Jahr 2011 sowieso nur als Übergangslösung vorgesehen gewesen, sagt Müller-Hermes. Zwischenzeitlich sei dann jedoch wieder die Rede davon gewesen, die Räume in Busch würden saniert, „Aber Hallo“ solle dort bleiben. „Für uns ist das mittlerweile schwer nachzuvollziehen“, sagt Müller-Hermes.

Raumbedarf hat sich geändert

Die unterschiedlichen Signale sind zustande gekommen, weil sich der Raumbedarf des Gymnasiums, das ebenfalls ins Kubiz gezogen ist, verändert hat. Die Schule benötigt mehr Platz, als zunächst veranschlagt worden war. Damit war der Umzug von „Aber Hallo“ in den ersten Stock des sanierten Langhauses – sogar Namensschilder waren an den Türen bereits angebracht – wieder infrage gestellt.

Die Nähe zu den weiterführenden Schulen und Kitas sei eine tolle Sache für die Jugendkunstschule, erklärt Müller-Hermes. Die Einrichtung ist mit vielen Projekten in den Schulalltag dort eingebunden. „Wir sind aktuell nicht so weit weg, dass eine Kooperation unmöglich ist. Die betreiben wir ja derzeit auch“, sagt der Geschäftsführer. Allerdings würde die räumliche Nähe eine intensivere Zusammenarbeit ermöglichen und eine Zeitersparnis mitsich bringen.

So sieht das auch Reinhild Behr-Bennemann, Schulleiterin der Realschule im Kubiz: „In der räumlichen Nähe der Einrichtungen zueinander liegt eine große Chance für die Kinder und Schüler dieser Gegend“, sagt sie. Mit einer möglichst engen Zusammenarbeit aller Beteiligten kämen auch all ihre Stärken zusammen und mit der Ortsnähe entstünde eine engere Verzahnung. Die Unsicherheit über den künftigen Standort für „Aber Hallo“ bedeute auch eine unsichere Situation für die Schule. „Wir könnten viel besser und ausführlicher planen, zum Beispiel was die Raumverteilung angeht, wenn wir Klarheit hätten.“ Die Jugendkunstschule bietet etwa an der Realschule Arbeitsgemeinschaften für verschiedene Klassenstufen an, zu Themen wie Fotografie, Kunst/Urban Art oder Percussion. Behr-Bennemann richtet den Appell an die Stadt, doch endlich Klarheit über den zukünftigen Standort von „Aber Hallo“ zu schaffen.

Der Platzbedarf der Jugendkunstschule orientiert sich an den Aufgaben, die sie in Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen übernimmt. „Wir brauchen Ateliers, die in Klassenstärken bespielbar sein müssen, eine Holzwerkstatt, Seminarräume ...“, sagt Müller-Hermes. Auch eine Bühne mit Veranstaltungstechnik sei nötig. Ursprünglich sei gedacht gewesen, im ersten Obergeschoss des Langhauses Seminarräume unterzubringen und Aula und Turnhalle mitbenutzen zu können.

Im Rathaus besteht unterdessen offenbar keine große Unklarheit mehr über den zukünftigen Standort der Jugendkunstschule. Bürgermeister Alfred Sonders erklärt auf Nachfrage: „Aber Hallo soll ins Kubiz ziehen – definitiv.“ Allerdings gelte es, zunächst noch einige Dinge zu klären, unter anderem, mit welchen Mitteln die Schaffung zusätzlichen Raumes am Standort umgesetzt werden kann.

Anbau oder Langhaus

Im März/April kommenden Jahres soll ein Plan für Umzug und Raumaufteilung stehen.

Wo genau „Aber Hallo“ in Zukunft zu finden sein wird – unmittelbar im Langhaus oder in einem eigenen Anbau –, das werde sich noch herausstellen müssen und hänge davon ab, wie es am besten mit dem Platzbedarf des Gymnasiums zusammengehe.

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