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Alsdorf: Alsdorfer CDU: Gleich zwei Bürgermeister-Kandidaten

Alsdorf : Alsdorfer CDU: Gleich zwei Bürgermeister-Kandidaten

Die SPD hat vorgelegt - und mit dem Stadthallen-Geschäftsführer Alfred Sonders einen Kandidaten gewählt. Jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit auf dem bisherigen Kooperationspartner im Stadtrat, die CDU.

Wen wird sie am 7. Juni 2009 ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Alsdorf schicken?

Bernd Mortimer, der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Alsdorf, sitzt an der entscheidenden Schaltstelle für die parteiinterne Kandidatenkür - und gibt sich zurückhaltend.

Für Oktober kündigt er die Entscheidung an. Sie sei noch „völlig offen”, sagt er. Dass bereits zwei Interessenten ihre Bereitschaft für das höchste Amt in der Stadt bekundet haben, dementiert er indes nicht. Dabei handelt es sich um die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ulrike Wagner, und Bernd Kirfel, wie die AZ erfahren hat.

Auf Nachfrage halten sich beide bedeckt und verweisen auf das offizielle Nominierungsverfahren ihrer Partei. Ulrike Wagner spricht von einer „interessanten Aufgabe”. Sie wolle sich aber „nicht in den Vordergrund drängen”. Die CDU müsse „diskutieren, wen sie für den Besten hält”.

Die Hausfrau Ulrike Wagner leitet seit 1999 den Schul-, Sport- und Kulturausschuss des Rates. Die gelernte Lehrerin arbeitete rund sechs Jahre für den Internationalen Bund für Sozialarbeit und unterrichtete dabei Ausländerkinder in deutscher Sprache.

Bernd Kirfel war einst Chef der Jungen Union im Kreis Aachen. Er arbeitete als Assistent des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans Peter Schmitz und war Pressesprecher des EBV in Kohlscheid.

Derzeit arbeitet er als Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Unternehmensberatung. Bekannt in Alsdorf ist er zudem als Vorsitzender der Kolpingsfamilie.

Dem aktuellen Berliner Vertreter Helmut Brandt wird nachgesagt, er habe Kirfel seinen Parteifreunden ans Herz gelegt. Er sagte am Donnerstag, er wolle „in diese Personaldiskussion nicht eingreifen”.

Wohl sei er der Meinung, dass die CDU in Alsdorf „einen geeigneten Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominieren muss”. Die Zeit dränge nicht, erwartet er dennoch in den nächsten Wochen Klarheit, da der Bewerber ausreichend Gelegenheit bekommen müsse, sich den Bürgern zu präsentieren, so Brandt.