1. Lokales
  2. Nordkreis
  3. Alsdorf

Homeoffice: Zu Hause bleiben kostet Energie

Homeoffice : Zu Hause bleiben kostet Energie

In Zeiten von Corona arbeiten viele Menschen in den eigenen vier Wänden. Das macht sich vor allem beim Blick auf den Strom- und Gaszähler bemerkbar. Eine Expertin von der Beratungsstelle Alsdorf der Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps.

In vielen Haushalten in der Städteregion ist die Umstellung auf Homeoffice und Hausunterricht fürs Erste geschafft. Im Zuge der Corona-Pandemie entstehen neue Alltagsroutinen. „Jetzt lohnt ein Blick auf die Strom- und Gaszähler – denn die machen vielerorts Überstunden“, erklärt Claudia Schmitz, Leiterin der Beratungsstelle Alsdorf der Verbraucherzentrale NRW.

In tagsüber sonst leeren Wohnungen laufen jetzt mehrere Computer parallel, sind alle Räume dauerhaft beheizt und wird in der Küche regelmäßig gekocht. Ein hoher Energiebedarf durch alte Geräte oder schlecht gedämmte Wände macht sich so stärker bemerkbar.

„Wer das Thema Energiesparen angehen möchte, findet bei unserer kostenlosen Videoberatung auch in Zeiten der Corona-Krise individuelle Unterstützung. Vom heimischen Rechner aus, ohne das Haus verlassen zu müssen“, betont Claudia Schmitz. Das Stromsparen könne darin genauso zum Thema werden wie Fördermittel für eine neue Heizung oder die Planung einer Solarstromanlage.

Mindestens im Energiesparmodus

Ein paar einfache Tipps fürs Energiesparen im Homeoffice hat Schmitz zusammengetragen: Egal ob Laptop oder Desktop-Rechner, Bildschirm oder Drucker: Was gerade nicht benötigt wird, sollte mindestens in den Energiesparmodus geschickt werden. Drucker sollten nach Möglichkeit auch nicht lange im Standby-Modus laufen – der verbraucht über die Zeit vor allem bei Laserdruckern oft mehr Strom als die eigentlichen Druckvorgänge.

Wer kann, sollte Druckaufträge erst sammeln und dann gebündelt ausführen. Häufiges Ein- und Ausschalten ist insbesondere bei Tintenstrahldruckern nicht zu empfehlen – die automatischen Reinigungsläufe zu jedem Start kosten teure Tinte. Nach Feierabend kann das komplette Ausknipsen von Steckerleisten zusätzlich ein gutes Signal an sich selbst sein: Die Arbeit ist getan, die Freizeit beginnt.

Daheim lässt sich die Heizung oft individueller steuern als im Büro. Es gilt: Nur so warm heizen wie nötig, und nicht etwa das Fenster zur Regelung der Temperatur nutzen. Stufe drei ist beim klassischen Thermostat ein guter Richtwert – sie führt zu rund 20 Grad. Für Gesundheit, Konzentration und Schimmelvermeidung muss zwar regelmäßig gelüftet werden. Dann lautet die Devise aber: Kurz und heftig. Wenige Minuten mit weit geöffnetem Fenster kosten weniger Energie als eine längere Kipplüftung.

Der Einsatz des Wasserkochers

Auch für das Thema Essen und Trinken während der Arbeit nennt die Expertin einige Tipps: Für zum Beispiel Tee oder Nudeln in der Mittagspause sollte der Wasserkocher zum Einsatz kommen, auch wenn in der heimischen Küche ein Herd zur Verfügung steht. Das Gerät regelmäßig zu entkalken, spart zusätzliche Energie. Sollen Kaffee oder Heißgetränke über längere Zeit bereitstehen, sind Thermoskannen zu empfehlen. Warmhalteplatten vergeuden unnötig Energie.

Wer die Ökoprogramme von Wasch- und Spülmaschine normalerweise schmäht, weil sie länger dauern, sollte diesen jetzt eine Chance geben. Sie sparen im Schnitt mehr als 30 Prozent Strom gegenüber den Normalprogrammen.

Eine Terminvereinbarung für die Videoberatung zur Energie und die telefonische Energieberatung ist möglich unter 0211/33996555 sowie unter 02404/9032730. Weitere Infos gibt es auch auf der Webseite www.verbraucherzentrale.nrw/videoberatung.