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Durchsuchungen in Alsdorf: Zoll ermittelt gegen Schwarzarbeit im Baugewerbe

Durchsuchungen in Alsdorf : Zoll ermittelt gegen Schwarzarbeit im Baugewerbe

Bei Durchsuchungen in der Städteregion ist dem Zoll ein Schlag gegen Schwarzarbeit im Baugewerbe gelungen. Fünf Personen wurden festgenommen.

Am 27. Mai durchsuchten 40 Beamte des Zollamtes Aachen verschiedene Gebäude in der Städteregion Aachen mit dem Schwerpunkt in Alsdorf. Fünf Personen wurden bei den Durchsuchungen festgenommen.

Die Durchsuchungen erfolgten nach Angaben des Zolls im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen drei Beschuldigte wegen des Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt. Seit 2015 gründeten die Beschuldigten Baufirmen in unterschiedlichen Konstellationen und beschäftigten dort osteuropäische und albanische Staatsangehörige. Diese wurden als Arbeiter auf den Baustellen eingesetzt und regelmäßig nicht zur Sozialversicherung angemeldet.

Neben den Wohn- und Geschäftsraumen wurden auch die Baustellen und Unterkünfte der Arbeiter durchsucht. Nicht nur umfangreiche Beweismittel wurden dabei sichergestellt – auch Betäubungsmittel. Die Arbeiter wurden zudem unter widrigen Bedingungen und entgegen der aktuellen Corona-Richtlinien untergebracht.

Widrige Bedingungen für Arbeiter

In den Unterkünften der Arbeiter stießen die Einsatzkräfte auf sieben Personen, die sich illegal in Deutschland aufhielten. Eine Person wurde umgehend festgenommen, da sie mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Durch das Amtsgericht Aachen erfolgte im beschleunigten Verfahren eine Verurteilung zu insgesamt zwei Monaten Haft mit anschließender Sicherungshaft bis zur Abschiebung.

Vier weitere Personen wurden vorläufig festgenommen und im Anschluss an die Aufnahmen der Personalien wieder entlassen. Die Ermittlungen zum Tatvorwurf des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt dauern an.

(red/pol)