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Projekt „GinA“ – Gemeinsam in Alsdorf startet

Hauptzielgruppe sind Jugendliche : Werte vermitteln und Demokratie ausbilden

Es ist ja nicht so, als ob in Alsdorf nicht schon seit Jahren intensiv Jugendhilfe betrieben wird. Aber angesichts des unbestrittenen Bedarfs darf es ruhig noch mehr sein, machte jetzt bei der Vorstellung des Projekts „GinA“ – Gemeinsam in Alsdorf Bürgermeister Alfred Sonders deutlich.

Das Land NRW fördert die bis Februar 2020 laufenden Aktivitäten mit knapp 100.000 Euro, die Stadt Alsdorf bringt sich mit Personal ein, was einem Gegenwert von rund 25.000 Euro entspricht. Natürlich hoffen alle Beteiligten, dass die Förderung darüber hinaus fortgesetzt wird.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch Dr. Wolfgang Joußen vom B-Plan Büro für sozialwissenschaftliche Analysen und Planungen. Schließlich will das Land genau wissen, was mit den Fördermitteln angestellt wird. Zudem dient die Dokumentation als Blaupause für andere Kommunen, die sich für „GinA“ erwärmen und dem Beispiel Alsdorf folgen wollen. Trotz sperrigem Programmtitel „Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention sexualisierter Gewalt in und durch die Jugendhilfe“ lässt sich erahnen, worum es geht.

Maßnahmen gegen Armut und Ausgrenzung und die Verbesserung der Lebensverhältnisse sowie soziale Stadtentwicklung stehen im Fokus. Die Angebote richten sich in erster Linie, aber nicht nur an junge erwachsene Geflüchtete und Familien und dienen zur Prävention sexualisierter Gewalt. Günter Thimm vom Jugendamt erwartet, dass insgesamt rund 200 Teilnehmer am Ende zusammenkommen. Ohne freie Träger geht es dabei nicht. Mit an Bord sind ABBBA Alsdorfer Bildungs-, Beratungs- und Begleitungsangebote, Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe Alsdorf, der Verein Vor Ort, der Sozialdienst katholischer Frauen Alsdorf, der Caritasverband für die Städteregion sowie das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen.

Die Angebote reichen von „Baby-Willkomenstagen“ (mit Eltern), Interkulturellen Zusammenkünfte und Jugend-Kochtreff über „Hoch vom Sofa“ gegen Ab- und Rumhängen und einen kreativen Tanzshop (Wie tanzt man wohl Demokratie?) bis hin zu Begegnungen im Café Atlas. Auch die Fachleute finden sich wieder in einer Tagung mit dem Titel „Für eine Jugendhilfe und Bildungsarbeit voller Werte“.

In Kürze wird die entsprechende Website mit allen Details und Terminen scharfgestellt: www.gina-alsdorf.de.