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Klimaschutzpreis für Kinder: Kreative Umweltprojekte an Alsdorfer Kitas und Schulen

Klimaschutzpreis für Kinder : Kreative Umweltprojekte an Alsdorfer Kitas und Schulen

Lebensräume erhalten, Wasser sparen oder Müll reduzieren – die Klimaschutzprojekte in Alsdorfer Kitas und Schulen sind vielfältig. Fünf erhielten nun eine Auszeichnung.

Wie Abfall richtig entsorgt wird, wissen die Schülerinnen und Schüler der Katholischen Grundschule Begau genau. Im Rahmen eines Müllmanager-Projekts halten vier Drittklässlerinnen und -klässler die Müllsortierung der Schule genau im Blick. „Alle drei bis vier Wochen machen wir einen unangekündigten Kontrollrundgang in allen Klassenräumen und schauen, ob der Müll richtig getrennt wurde“, sagt Müllmanagerin Lara.

Jeder Raum ist mit drei farbigen Mülleimern ausgestattet: schwarz für Restmüll, blau für Altpapier und gelb für Plastik oder Konserven. Die werden genau geprüft und mit einem Smiley bewertet. „Am Ende des Schuljahres werden alle Listen ausgewertet, die Gewinnerklasse erhält den Müllpokal“, erklärt Müllmanager Tobias. Da durch die Abfalltrennung ein wertvoller Beitrag zum Recycling geleistet wird, wurde das Projekt mit den dritten Platz des Klimaschutzpreis der Westenergie und einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro ausgezeichnet.

Den ersten Platz und 1250 Euro Preisgeld erhält die Kita Kellersberg, die bereits 2018 den ersten Preis erreicht hatte. Eigener Gemüseanbau, Mülltrennung oder Wassersparen – im Sinne des regionalen Umwelt- und Klimaschutzes ist die Einrichtung an vielen Fronten gleichzeitig aktiv. Ausgezeichnet wurde die Kita unter anderem für zwei Projektideen: ein großes Insektenhotel und einen Bienenfutterautomaten aus alten Kaugummi-Automaten.

In Kellersberg werden die Kinder früh für die Umwelt sensibilisiert. „Sie packen in unserer Einrichtung alle mit an, sei es beim Bepflanzen der Hochbeete oder Recycling. Die Kinder müssen lernen, achtsam mit der Umwelt umzugehen“, sagt Erzieherin Bettina Kutzsche.

Der zweite Klimaschutzpreis – dotiert mit 750 Euro – ging an die Gemeinschaftsgrundschule Ofden. Dort wurde eine 250 Quadratmeter große Asphaltfläche entsiegelt und mit einer Vielfalt an Pflanzen begrünt. Doch die Schule hat noch mehr vor: „Das Preisgeld möchten wir in Fahrradständer investieren, damit die Schülerschaft zukünftig vermehrt mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule kommen“, sagt Schulleiter Martin Tenholt.

Auf dem vierten Platz landete die Gustav-Heinemann-Gesamtschule mit ihrem vertikalen Wassergarten, und auf dem fünften Platz die Marienschule mit einem Schulgartenprojekt. Für den Klimaschutzpreise wurden nach Angaben der Beteiligten viele gute Projekte eingereicht. „Es ist schön zu sehen, dass bereits so viele junge Bürger ihr Engagement für die Umwelt so kreativ und begeistert ausleben“, sagte Alsdorfs Erster Beigeordneter Ralf Kahlen.