Ausstellung im Bergbauinformationszentrum: „Kohle zum Anfassen“ wird in Alsdorf präsentiert

Ausstellung im Bergbauinformationszentrum : „Kohle zum Anfassen“ wird in Alsdorf präsentiert

Rund 130 Jahre lang wurde in dem Alsdorfer Bergwerk „Grube Anna“ Kohle abgebaut. Wo früher die Kumpels ihre schwere Arbeit verrichteten, widmen sich ab Samstag, 7. Dezember, 16 Uhr, die Künstler Maf Räderscheidt und Hajo Peters der Kohle als Zeichenmaterial.

„Kohle zum Anfassen“ heißt die Ausstellung, die bis zum Sonntag, 22. Dezember, im Bergbauinformationszentrum Alsdorf der Grube Anna, Herzogenrather Straße 100, geöffnet sein wird.

Zeichenkohle hat für Künstler einen besonderen Reiz. Die Grautöne sind es, die in den unendlichen Weiten zwischen Schwarz und Weiß Tiefe entwickeln und zum Schauen einladen. Wo die samtige Rauheit des Zeichenmaterials das Weiß des Malgrundes aufbricht, entstehen neue Welten.

„Kohle ist eines der ältesten Malmaterialien überhaupt und bis heute aktuell“, sagt Räderscheidt. Schon vor Jahrtausenden nutzten es die Bewohner der Höhlen der Welt dazu, ihre Welt auf die Felswände zu bannen. Beschwörungen, Spiritualität oder auch die einfache Information über die Lebensweise der Frühmenschen wurden in Kohle und Pigmenten festgehalten. „Die Ehrlichkeit ihrer Tiefe, die Korrigierbarkeit und ihr feiner Hauch begleiten uns durch die Ausstellung“, so Räderscheidt weiter.

Bilder aus der Region und Szenen vom Abbau der Kohle wechseln mit großformatigen Arbeiten, die sich mit dem Wesen der Gesellschaft beschäftigen. „Die Bedeutung der Kohle für die Region ist groß, denn sie hat einmal davon gelebt“, so Peters. Die Ausstellung findet statt in der ehemaligen Kantine der Grube Anna, die aktuell zur Bibliothek des Bergbauinformationszentrums Alsdorf „Gabi“ umgebaut wird. Gemeinsam mit dem Kunstverein Alsdorf veranstaltet „GABI“ die Ausstellung.

Eröffnet wird „Kohle zum Anfassen“ von Dr. Georg Kehren, Vorsitzender von Gabi und Marina Donner, Vorsitzende des Kunstvereins. Die musikalische Gestaltung wird von der Band „Halbnackte Renter“ geleistet, in der Achim Konejung und Stephan Everling auf unverwechselbare Weise Blues und Kabarett vereinen.

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