Geschwindigkeitsüberschreitungen vor Alsdorfer Kita

„Im Brühl“ in Alsdorf : Vor dem Kindergarten zu oft zu schnell unterwegs

Die Straße „Im Brühl“ ist recht breit, recht gerade und recht gut ausgebaut. Dass ein solcher Zustand einige Verkehrsteilnehmer dazu verleiten könnte, ein wenig fester aufs Gaspedal zu treten, als es vom Gesetzgeber an dieser Stelle erlaubt ist – es wäre keine wirklich große Überraschung.

Und tatsächlich: Franz Brandt, CDU-Fraktionschef in Alsdorf, erzählt von Beschwerden von Eltern, deren Kinder die katholische Kita St. Castor besuchen. Trotz regelmäßiger Geschwindigkeitsmessungen werde auch vor der Kita immer wieder zu schnell gefahren.

Offenbar entfalten die Kontrollen nicht die gewünschte abschreckende Wirkung. Vor der Kita – die Geschwindigkeit ist auf Tempo 30 begrenzt und eine Bushaltestelle befindet sich unmittelbar vor der Einrichtung – seien Geschwindigkeitsübertretungen von Autos und Lkw die Regel.

Die Städteregion, die mobile Geschwindigkeitsmessungen am Standort „Im Brühl/Höhe Kindergarten“ durchführt, hat dort im vergangenen Jahr 16 Mal kontrolliert. Von 1914 gemessenen Fahrzeugen waren 128 zu schnell, von denen wiederum 125 ein Verwarnungsgeld, drei ein Bußgeld zahlen mussten. Ein Bußgeld wird fällig, wenn nach Abzug der Toleranz die Höchstgeschwindigkeit um 21 km/h oder mehr überschritten wurde. Im laufenden Jahr sind vier Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt worden. Von 551 gemessenen Fahrzeugen waren 51 zu schnell, 47 zahlten ein Verwanungsgeld, vier ein Bußgeld.

Brandt regt bei der Stadt nun an, das gültige Tempolimit durch Markierungen auf der Fahrbahn oder zusätzliche Schilder deutlicher zu machen. Auf jeden Fall solle die Verwaltung den Beschwerden nachgehen und auch vergleichbare Orte in Alsdorf auf die Problematik hin überprüfen.

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