Gedenkliste in der Barbarakapelle in Alsdorf ausgelegt

Erinnerung an verunglückte Bergleute : Gedenkliste in der Barbarakapelle ausgelegt

Am 16. August jährt sich die Einweihung der Barbarakapelle zum fünften Mal. Vor kurzem wurde die bergmännische Erinnerungsstätte für die im Untertagebetrieb der Grube Anna angebrachte Barbarafigur auch eine Gedenkstätte für alle tödlich verunglückten Bergleute des Aachener Reviers.

die Toten der größeren Bergbau-Unglücke, allen voran das Unglück von 21. Oktober 1930 auf der Grube Anna, wird durch Denkmale auf den Friedhöfen unserer Region erinnert und an den Jahrestagen oftmals gedacht.

Doch die vielen einzelnen oder in kleineren Gruppen tödlich verunglückten Bergleute versinken in der Anonymität. Um diesen Allen ein namentliches Gedenken zu bewahren wurde nunmehr eine 73-seitige Liste mit über 2.500 Namen in der Barbarakapelle ausgelegt.

Auf Initiative des seinerzeitigen Vorsitzenden des Vereins „Bergbaumuseum Grube Anna“, Josef Kohnen, hat die ehemalige Standesbeamtin Veronika Leisten unter Mitwirkung von Resi Kohnen in fünfjähriger akribischer Recherche in den Archiven der Standesämter und Pfarrämter aller Städte und Gemeinden unserer Region dieses Werk erstellt. Die Aufzeichnungen reichen bis zur jeweiligen Stilllegung der Grube. Die älteste Aufzeichnung ist aus dem Jahr 1637 der Grube Großkuhl in Kohlscheid.

(fs)
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