Ferienspiele in Mariadorf 2019

Ferienspiele : Die „Hoppetosse“ segelt durch Mariadorf

Weit mehr als die 50 maximal möglichen Kinder wollten in diesem Sommer mit der „Hoppetosse” in See stechen. Vor Anfragen konnten sich die Verantwortlichen des Vereins „Go-Better“ auf dem ehemaligen „EBV-Holz-Gelände” in Mariadorf wahrlich kaum retten.

Das Motto „Mit der Hoppetosse in den Süden” sprach derart viele Interessenten an, dass auf den ein oder anderen eine schlechte Nachricht wartete. Drei Wochen lang konnten Simone Boehm-Weingran (Vorsitzende von „Go-Better“) und Ingo Boehm (Betriebsleiter) die Kinder auf der weitläufigen Anlage des Bildungszentrums begrüßen. Kreativität, viel Bewegung und natürlich große Mengen an erfrischendem Wasser standen auf dem umfassenden Programmplan.

Das Mariadorfer Ferienangebot kooperiert seit Jahren mit der Offenen Ganztagsschule Alsdorf-Blumenrath – auch in diesem Sommer konnten selbstverständlich wieder viele Teilnehmer aus dieser Richtung begrüßt werden.

Die imaginäre Reise durch die Südsee mit dem stolzen Schiff aus den Pippi-Langstrumpf-Erzählungen hatte für die Kids einige Überraschungen parat. Eine große Hüpfburg war beispielsweise auf dem Gelände aufgebaut worden. Trotz der zum Teil drückenden Temperaturen war die Burg einer der beliebtesten Plätze.

Auch ein kleiner Pool konnte mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr angeboten werden – die spritzigen Wasserschlachten waren vorprogrammiert. Während Simone und Ingo Boehm als Ansprechpartner und Organisatoren sprichwörtlich überall im Einsatz waren, kümmerten sich die beiden Sozialarbeiter Christian Garcia Perez und Mara Jenuit um die Belange der Kinder.

Zum Betreuerteam gehörten außerdem neben zwei Erziehern und sechs ehrenamtlichen Teamern neun sogenannte „Jung-Teamer”. In den letzten Jahren waren diese neun zumeist noch selbst Teilnehmer der Ferienspiele. Ein nachhaltiges Nachwuchskonzept kommt bei „Go-Better“ zum Einsatz.

Richtig in See stechen konnte der bunte Haufen unter anderem am Alsdorfer Weiher, einer der beliebten Ausflugsziele der Ferienspiele. Boehm-Weingram betonte den hohen pädagogischen Anteil bei der Zusammenstellung des Programms. Von der OGS-Betreuung bis hin zur Ernährungsberatung ließen die Organisatoren viele Faktoren mit einfließen.

Bereits während der abschließenden „Beach-Party” am letzten Camp-Abend erreichten die Verantwortlichen erste „Blanko-Anmeldungen” für die nächste Ausgabe. Natürlich können diese noch nicht verbindlich beantwortet werden, allerdings zeigen diese Reaktionen, dass das Konzept an der Marienstraße vollends ankommt.

„Wir können auf gewachsene Strukturen zurückgreifen. Sowohl bei der Organisation als auch bei der Betreuung greift ein Rädchen ins andere”, erklärte Ingo Boehm. Auch das Thema Inklusion ist an den Ferienspielen natürlich nicht vorbei gegangen. Der inklusive Ansatz zahlte sich bereits ab dem ersten Tag aus. Die Gemeinschaft wuchs von Minute zu Minute enger zusammen.

(yl)
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