Ferienspiele der K.O.T. Sankt Castor Alsdorf

Teamerin Jeanne von St. Vith nimmt Abschied : Aus „Heißzeit” wird Eiszeit

Für Jeanne von St. Vith endete am vergangenen Freitag eine kleine Ära. Seit 2012 ist die junge Frau ehrenamtlich als „Teamerin” bei den Ferienangeboten der Pfarre Sankt Castor tätig, war davor selbst jahrelang Teilnehmerin der Ferienspiele.

Berufliche Gründe werden dazu führen, dass sie bei den kommenden Ausgaben nicht mehr Teil des Betreuer-Teams sein wird. Sie geht mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Natürlich falle der Abschied nach einer solch langen Zeit nicht leicht. Allerdings werde man sich natürlich nicht aus den Augen verlieren. Die nachhaltig geprägte Jugendarbeit in der „Kleinen Offenen Türe” (K.O.T.) hat viele ehrenamtliche Nachwuchskräfte hervorgebracht, die in ihre Fußstapfen treten werden. Für die zurückliegenden Sommerferienspiele, die in Zusammenarbeit mit der OGS Annapark auf die Beine gestellt worden waren, hatten sich von St. Vith und ihre Kollegen ein besonderes Thema einfallen lassen, das bei den Temperaturen zum Schmunzeln anregte.

Eine „Expedition” in die Eiszeit war geplant. „Natürlich wurden wir von den enormen Temperaturanstiegen in der vergangenen Woche überrascht. Aber wir konnten gut reagieren und haben die Pläne angepasst”, sagte sich Daniel Dammers, K.O.T.-Leiter und „Gute Seele” der Ferienspiele. Aus Wattebäuschen wurden kleine Iglus gebaut, eigene „Traumfänger” regten zum Meditieren an und auf Holzbrettchen wurden die Protagonisten aus den „Ice-Age-Filmen” gebrannt. Aufgrund von fehlendem Schnee wurde aus der Schneeballschlacht ein Turnier im „Wasserbombenvolleyball”. Für Abkühlung sorgte unter anderem ein kleiner Exkurs in die Wissenschaft: Mit Wasser und Lebensmittelfarbe wurden eigene Kunstwerke aus Eiskristallen gezüchtet und später begutachtet.

„Generell haben wir viele Wasserschlachten zur Abkühlung veranstaltet. Das Thema Eiszeit war ein guter Kontrast zur Hitze”, resümierte Dammers schmunzelnd. Natürlich durften auch die obligatorischen Filmvorführungen der „Ice-Age-Reihe” nicht fehlen. Sid, Manni, Scrat und die eingefrorene Nuss waren überall anzutreffen.

Wenn es auf dem K.O.T.-Gelände dann doch einmal zu warm wurde, standen spannende Ausflüge auf dem Programm. Die 13 ehrenamtlichen Teamer reisten mit ihren 58 Schützlingen zur „Kletterkirche” in Mönchengladbach, zum Kohlscheider „Superfly” und in die Kinderstad Heerlen. Täglich genutzt wurde auch der 2016 eingerichteten „Leseclub” in der K.O.T., der zusammen mit der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf auf die Beine gestellt worden ist.

Nachwuchs gesichert

Eine ganze Reihe der „Ferienspieler” wird in der laufenden Woche nahtlos in das kooperierende Ferienprogramm des ABBBA e.V. in der Alsdorfer Luisenpassage wechseln. Für die meisten „Eiszeit‘ler” aus diesem Jahr ist eine erneute Teilnahme in Sankt Castor bereits ausgemachte Sache. Auf „ihre” Jeanne werden sie in Zukunft verzichten müssen, allerdings macht die scheidende Teamerin ihnen Mut: „Das Team ist eingespielt und unheimlich kreativ. Wir sehen uns bestimmt bald wieder.”

Unter den vielen Stammgästen befand sich sicherlich auch der ein oder andere, der dereinst selbst als Betreuer zu den Ferienspielen zurückkehren wird. Allein in diesem Sommer bereicherten das Betreuerteam drei sogenannte „Jung-Teamer”, die nach ihrer Teilnehmer-Zeit nun neue Erfahrungen sammeln.

Mehr von Aachener Zeitung