Dieb gesteht: Eine leere Kasse, flinke Zeugen und ein Pappenheimer

Dieb gesteht : Eine leere Kasse, flinke Zeugen und ein Pappenheimer

Ein guter Schutzmann kennt seine Pappenheimer. Und weil das so ist, konnte ein junger Langfinger am Dienstagnachmittag in Alsdorf auch schnell identifiziert werden. Die Indizien waren so eindeutig, dass auch das Geständnis nicht lange auf sich warten ließ.

Während sich die Angestellten eines Friseursalons in der Jülicher Straße im hinteren Teil des Geschäfts aufhielten, sprang, zu deren völliger Verwunderung, im vorderen Teil des Ladens plötzlich die Kasse auf, teilte die Polizei mit. Den flüchtenden Dieb, mitsamt des Kasseninhaltes, konnten die Mitarbeiter nur noch von hinten sehen.

Zwei Zeugen sahen den Mann aus dem Salon laufen und nahmen geistesgegenwärtig in ihrem Auto die Verfolgung auf. An einer Böschung entledigte sich der Flüchtende seiner Beute und entkam bergaufwärts unter völliger körperlicher Verausgabung seinen Verfolgern. Das Geld brachten die Zeugen zurück zu dem Geschäft.

Der Täter war den Polizisten offenbar nicht unbekannt, in der Mitteilung heißt es: „Bei der anschließenden Personenbeschreibung des Tatverdächtigen klingelte es zunächst bei den Beamten, kurz darauf auch an der Tür des Pappenheimers.“

Schwitzend und völlig außer Atem stand der 16-Jährige im Flur der elterlichen Wohnung. Die Ausrede, dass er gerade beim Sport gewesen sei, beeindruckte selbst seine eigene Mutter nicht. „Hör auf zu lügen“, lautete ihr Kommentar dazu. Angesichts der erdrückenden Indizienlage zeigte sich der junge Mann schließlich geständig.

Seitens der Polizei gibt es nun eine Anzeige wegen Diebstahls „Wie sich die Geschehnisse allerdings auf die Lage unterm Weihnachtsbaum auswirken werden, das bleibt vermutlich ein Geheimnis. In vergleichbaren Fällen hatte das Christkind aber oft ein paar Sozialstunden im Gepäck“, lautet das Fazit in der Pressemitteilung.

(red/pol)