Die EVS GmbH verhandelt weiter über Reaktivierung

Bahnstrecke Siersdorf – Alsdorf-Mariagrube : Freigeschnittene Bahntrasse wächst wieder zu

Mit viel Aufwand ist die alte Bahntrasse zwischen Siersdorf und Alsdorf-Mariagrube Anfang des Jahres von einem Fachbetrieb freigeschitten worden, im Auftrag der EVS Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (Stolberg).

Seitdem hat sich für den Betrachter nichts getan – oder eben doch, aber nichts, was nach Fortschritt in Sachen Reaktivierung der alten Strecke für den Personennahverkehr aussieht. Die Natur übernimmt wieder das Kommando, die Gleise verschwinden wieder unter einem grünen Teppich.

EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil sagt, aus dem nun wieder sprießenden Grün sollten keine falschen Schlüsse gezogen werden. „Mit den beteiligten Kommunen (also Aldenhoven, Alsdorf und Baesweiler, Anm. d. Red.) und dem Nahverkehr Rheinland (NVR) als Besteller von Verkehren werden derzeit zielführende Gespräche geführt.“ Und: „Wir wollen natürlich die Strecke freihalten.“ So sei tiefergehendes Wurzelwerk beseitigt worden. In der Tat. Gemessen an dem ursprünglich dichten Bewuchs mit Bäumen und Sträuchern hat sich gerade erst wieder ein wenig Bio-Flaum gebildet. „Wir müssen Klarheit über die Förderung der Reaktivierung gewinnen.“

Da sei der NVR als allererster gefordert. Fürpeil: „Wir sollten es bis 2021/22 schaffen.“ Bislang war man von Kosten in Höhe von 5,3 Millionen Euro ausgegangen, um den Zug wieder zwischen Siersdorf und Mariagrube rollen zu lassen. Hinzu kommen Mittel für die Elektrifizierung. Der tatsächliche Aufwand für die Reaktivierung hängt vom Zustand der Trasse ab, die über viele Jahre durch schwere Kohlezüge, die zwischen der Grube Emil Mayrisch in Siersdorf und dem EBV-Standort Alsdorf nebst Kokerei verkehrten, stark verdichtet worden ist und deshalb weitaus leichtere Personennahverkehrszüge „locker“ tragen müsste.

Eine erste Bewertung der Brückenbauwerke ist wohl ermutigend ausgefallen. In einem weiteren Schritt soll die Strecke bis Baesweiler verlängert werden.