Das neue Selbstlernzentrum an der Marienrealschule in Alsdorf

Marienrealschule : Neues Selbstlernzentrum als Herzstück

Am neuen Standort in der Pestalozzistraße nimmt die Marienrealschule Räume mit speziellem Nutzungsplan in Betrieb. Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres konnten die renovierten Räumlichkeiten nun Schülern und Lehrern präsentiert werden.

Zwei Jahre ist es her, dass die Marienrealschule mit Sack und Pack aus ihrem alten Standort in der Marienstraße auszog. Wer den neuen Standort in der Pestalozzistraße in den vergangenen Monaten besuchte, der stieß gleich im Foyer des Hauptgebäudes auf ein Relikt aus der vormaligen Nutzung aus Hauptschultagen. Eine alte Lehrküche befand sich ungenutzt im Erdgeschoss, die neue Küche war längst andernorts in Betrieb. Die Idee eines „multifunktionalen Selbstlernzentrums” hatte Schulleiterin Susanne Kaempf zusammen mit dem Kollegium und den städtischen Verantwortlichen schon sehr früh entwickelt.

Hilfe bei konzentriertem Arbeiten

Der lichtdurchflutete Raum wirkt einladend und ist seitens der Schüler vom ersten Tag an ins Herz geschlossen worden. Neben den großzügigen Arbeitsflächen stehen drei Computer und eine hochmoderne TV-Anlage bereit. Im hinteren Teil wird Erholung groß geschrieben – in einer kleinen Couchecke kann man vom Schulstress abschalten. „Das Selbstlernzentrum soll Schülern wie Lehrern helfen, in ruhiger Atmosphäre und Kleingruppen konzentriert zu arbeiten. Wir haben einen Nutzungsplan erarbeitet, der die Vorteile eines solchen Zentrums perfekt nutzt”, erklärte Kaempf. Zwischen 8 und 15 Uhr werden die Räumlichkeiten an Schultagen geöffnet sein. Besonders die zentrale Lage direkt gegenüber der unlängst neu eröffneten Schulbibliothek sei laut Kaempf ein weiterer Trumpf. Die Betreuung findet zwischen 10 und 15 Uhr statt – eine „außerschulische Leiterin” wurde eigens hierfür engagiert.

Neben der alltäglichen Hausaufgabenbetreuung „Silentium” (anderthalb Stunden ab 13.30 Uhr) wird beispielsweise auch das sogenannte „Lernstudio” der Jahrgangsstufe 10 hier ein neues Hauptquartier finden. Es ist geplant, das Selbstlernzentrum auch für kleinere Infoabende für Eltern und Referenten als Alternative zur großen Aula zu nutzen. Eine besondere Aufgabe kommt dem Raum beim „Rückkehrplan” für auffällige Schüler zugute: Wer im Unterricht fortwährend stört, bekommt die „Rote Karte” vom Lehrer. Zusammen mit Schulpädagogen können die Schüler danach ihr eigenes Verhalten reflektieren und füllen den sogenannten Rückkehrplan aus. Das Projekt, das an der Schule bereits seit längerem erfolgreich durchgeführt wird, stößt im Selbstlernzentrum auf ideale Rahmenbedingungen.

Eigenverantwortung ist zentral

Kaempf betonte, dass die Schülereigenverantwortung ein zentrales Anliegen des Zentrums sei: „Wir möchten unseren Schülern eine ideale Plattform zur Verfügung stellen, auf der sie selbstständig lernen können.” Dereinst war es die Schülervertretung (SV) der Marienschule, die die ersten Entwürfe für die Renovierung einreichte. Die SV war zusammen mit weiteren Schülern der Jahrgangsstufen sechs bis zehn ebenfalls anwesend, als Bürgermeister Alfred Sonders sich in der vergangenen Woche ein Bild vor Ort machte.