Baumarktkette zieht wohl am Standort Neuweiler zurück

Geplanter Baumarkt kommt wohl doch nicht : Der Neustart auf dem Rewe-Areal verzögert sich

Die planungsrechtlichen Grundlagen für die Neugestaltung und Belegung des Rewe-Areals in Alsdorf-Neuweiler sind geschaffen. Der Bebauungsplan 318 – Am Rosenkränzchen ist beschlossene Sache.

Er muss nur noch formal veröffentlicht werden, dann könnte die Rewe-Group ihr Vorhaben, die alten Gebäude abzureißen und neben einem neuen Vollsortimenter auch einen Baumarkt zu errichten, umsetzen, wie Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) auf Nachfrage sagte.

Aber daraus wird es wohl erst einmal nichts. Die zuvor gesetzte Wiederansiedlung eines Toom-Baumarktes ist wohl geplatzt. Für die eigene Tochter scheint dieser Standort nicht attraktiv genug zu sein.

„Gespräche zum Standort“

Auf Nachfrage ging Christiane Preisen, Pressesprecherin in der Region West Rewe Group, auf Details und Hintergründe nicht ein, sondern teilte lediglich mit: „Derzeit finden Gespräche zu dem Standort statt, daher können wir noch keine konkreten Informationen mitteilen.“ Noch vor gut eineinhalb Jahren hatte Preisen bestätigt, dass „ein Gemeinschaftsstandort von Rewe und Toom-Baumarkt“ geplant sei.

Brachliegendes Gelände: Seit 1969 wurde am Standort Neuweiler Einzelhandel betrieben. Die Anlage ist mittlerweile nicht mehr zeitgemäß und steht leer. Foto: Karl Stüber

Aber es ist mittlerweile kräftig Sand im Getriebe. Allerdings legt Bürgermeister Sonders Wert auf die Feststellung, dass dies nicht an der Stadt Alsdorf liege. „Wir haben gemäß den rechtlichen Möglichkeiten gegenüber Rewe alles getan, damit das Gelände wieder neu genutzt werden kann. Wir sind ja daran interessiert, dass dort wieder Gewerbe angesiedelt wird und dieses Einfallstor in die Stadt ordentlich gestaltet wird und keine Brache bleibt. Der Bedarf für den Rewe-Markt, also die Nahversorgung, und für den Baumarkt ist da und im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens gutachterlich nachgewiesen worden.“

Es geht um rund vier Hektar

Gerne hätte die Rewe-Group wieder ein Fachmarktzentrum eingerichtet und vor allem einen Discounter angesiedelt. Im Außenbereich könne man allerdings mit Blick auf den Einzelhandel in der Stadt nicht alles an Warenangeboten zulassen, betont der Bürgermeister. Nicht-zentrenrelevanter Sortimentsbereich sei hingegen möglich.

Den Bestandsschutz für den ehemaligen Elektronikfachmarkt und Baumarkt habe die Rewe-Group durch Schließen selber aufgegeben. Zwischenzeitlich war ein Sportartikelanbieter in die ehemaligen Verkaufsräume des Elektronikfachmarkts gezogen. „Das war aber nur befristet genehmigungsfähig“, betont Sonders.

Zuletzt hatte nur noch der Vollsortimenter in Neuweiler geöffnet. Und auch dort standen die Shop-in Shop-Läden schnell leer. Reifenhandel und Waschanlage auf dem weitläufigen Gelände waren auch nicht mehr zu halten.

Rund vier Hektar ist das Areal groß. Seit 1969 befand sich dort Einzelhandel. 1976 wurde der Baumarkt eröffnet, 1994 kamen Garten- und Zoomarkt, Elektrofachmarkt, Supermarkt und Shops hinzu. Im Jahre 2003 wurde nochmals eine Veränderung vorgenommen. Genehmigt wurden knapp 5000 Quadratmeter Verkaufsfläche für den Supermarkt, rund 500 für Shops, etwa 1700 für den Elektrofachmarkt und 4000 für den Baumarkt.