1. Lokales
  2. Nordkreis
  3. Alsdorf

Versteigerung: Alsdorf bietet wieder herrenlose Fahrräder an

Versteigerung : Alsdorf bietet wieder herrenlose Fahrräder an

Die Stadt Alsdorf versteigert kommende Woche wieder Dinge, die in ihrem Fundbüro abgegeben wurden. Es handelt sich vor allem um Fahrräder.

Während der Jahre der Pandemie hatte die Stadt darauf verzichtet, zu ihrer eigentlich jährlich stattfindenden Fundsachen-Auktion einzuladen. Das bedeutete aber noch lange nicht, dass in dieser Zeit nicht trotzdem Dinge abgegeben wurden, insbesondere Fahrräder. Schnäppchenjäger können deshalb auf einige Dutzende Fahrräder und auch ein paar Roller bieten, die ihren Weg ins Alsdorfer Fundbüro gefunden haben. Am Mittwoch, 17. August, geht es um 14 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus los.

Andere Artikel sind in diesem Jahr kaum vertreten. Ein Tornister, einige Werkzeuge und sogar ein Rollstuhl haben sich in den Lagerraum des Rathauses verirrt, in dem die Fundsachen aufbewahrt werden. Viel mehr ist es dieses Jahr nicht. Wer noch ein günstiges Fahrrad braucht und sich womöglich obendrein darauf versteht, daran zu basteln, kann aber am Mittwoch durchaus mal einen Blick riskieren und bei moderaten Einstiegspreisen mitbieten.

Die Fahrräder sind in sehr unterschiedlichem Zustand, die einen sind dringend überholungsbedürftig, auf anderen könnte der Käufer dem Augenschein nach von der Versteigerung aus bequem nach Hause fahren. „Manche ersteigern auch drei, vier, fünf Fahrräder und basteln sich daraus ein neues“, sagt Frank Dohms, dem als Leiter des Ordnungsamts auch das Fundbüro untersteht. Einige Hundert Euro kommen bei der Versteigerung in der Regel zusammen, außerdem spart die Stadt sich die Kosten für die Entsorgung der Fahrräder.

Die Stadt ist dazu verpflichtet, abgegebene Fundsachen ein halbes Jahr lang aufzubewahren. Manchmal handelt es sich um Ausweise, die die Stadt dem Besitzer in der Regel ohne größere Schwierigkeiten zustellen kann, oft werden auch Handys abgegeben, die natürlich ungleich schwieriger zuzuordnen sind, aber wegen der darauf enthaltenen Daten nicht versteigert werden dürfen und nach einem halben Jahr verschrottet werden. Geld wird nur extrem selten abgegeben, Schlüssel sehr häufig.

Von den zahlreichen Fahrrädern indes dürften viele gestohlen und dann irgendwo stehen gelassen worden sein. Wo sie dann aufgelesen und bei der Stadt abgegeben wurden. Bei Interesse wird manchmal auch der Finder zum Nutznießer: Ein halbes Jahr nach dem Fund kann er das Fahrrad übernehmen, wenn sich der eigentliche Besitzer nicht gemeldet hat. Er erhält das Fahrrad dann unentgeltlich, dazu eine Bescheinigung von der Stadt. Ist der Finder nicht interessiert, wandert das Fundstück in die Versteigerung.

(red)