Alsdorf: Viele Straßen müssen dringend saniert werden

Gravierende, teils gefährliche Schäden : Alsdorf will fast eine halbe Million Euro in Straßensanierung stecken

483.500 Euro. Diese Summe könnte der Stadt einiges an Geld sparen – wenn der Rat sich entschließt, sie zunächst einmal zu investieren. Und zwar schnellstmöglich in die Sanierung einer Reihe an Alsdorfer Straßen, deren Zustand laut Stadtverwaltung an der grenzwertigen Schwelle ist, „ggf. nicht mehr verkehrssicher zu sein“.

Der Betrag, im Rathaus errechnet, reicht offenbar aus, um mehr als nur ein paar große Löcher im Asphalt zu stopfen. Sollte der Rat in der kommenden Sitzung grünes Licht geben, werden insgesamt sieben Straßensanierungsmaßnahmen damit umgesetzt. „Sollte die Sanierung nicht sehr bald durchgeführt werden, kann es zu erheblichen Mehrkosten kommen“, hieß es bereits in einem Beratungspapier des Betriebsausschuss für den Eigenbetrieb Technische Dienste.

Betroffen: gesamte Asphaltdecke

Unter den Straßen, die dringend angefasst werden müssen, ist etwa die Alfred-Brehm-Straße. Sie soll von der Theodor-Seipp-Straße bis zum Wachtelweg saniert werden, weil die gesamte Fahrbahndecke flächendeckend stark beschädigt ist. Die Kosten schätzt die Verwaltung auf etwa 75.000 Euro. Ein bereits saniertes Stück im Einfahrtsbereich zum Neubaugebiet ist aus der Summe schon herausgerechnet.

Ebenso dringend nötig ist eine Überarbeitung der Fahrbahn auf dem unteren Teil der Theodor-Seipp-Straße, wo die gesamte Asphaltdecke erneuert werden muss. Die Kosten belaufen sich dort auf circa 140.000 Euro. Zuletzt war der Straßenabschnitt durch den Baustellenverkehr während der Abrissarbeiten des ehemaligen Gymnasiums und der Realschule stark belastet worden. Das ist auch der Grund, warum die Maßnahme in diesem Fall nicht sofort durchgeführt werden soll. Es sei sinnvoll, erklärte die Verwaltung, erst nach der Erschließung der Baugebiete mit der Sanierung zu beginnen, weil der Lkw-Verkehr die neue Fahrbahndecke ansonsten gleich wieder über Gebühr belasten würde.

Schlaglöcher und Flickstellen

Die Marktstraße ist Schulweg und nicht nur von Schlaglöchern übersät, sondern auch sehr uneben. Diese Mängel sollen auf dem Teilstück zwischen Schillerstraße und Am Falter behoben werden. Voraussichtliche Kosten: circa 17.000 Euro. Gleiches gilt für die Albert-Schweitzer-Straße – ebenfalls Schulweg, sehr uneben, viele Schlaglöcher –, deren Fahrbahn  zwischen den Hausnummern 5 und 19 für rund 28.000 Euro saniert werden soll.

Das Problem, mit Schlaglöchern nur so gespickt zu sein, haben viele Straßen, nicht nur in Alsdorf (wir berichteten). Zu jenen, die in Alsdorf dringender als andere repariert oder saniert werden müssen, zählt die Straße „Am Südpark“. Dort kommen zu den Schlaglöchern viele Flickstellen hinzu. Die Verwaltung schreibt, beim Befahren der Straße komme es aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit auch zu einer erheblichen Geräuschentwicklung, die für die Anwohner sehr störend sei. Dort sollen die Mängel für rund 84.000 Euro behoben werden können. Auf der Potsdamer Straße seien die Fahrbahnverhältnisse sogar so schlimm, dass die Verkehrssicherheit kurzfristig nicht mehr gegeben sein könnte. Für 67.500 Euro könnte das geändert werden.

Letzte der sieben kurzfristig zur Umsetzung angepeilten Maßnahmen ist die Sanierung der Fahrbahn auf der Friedensstraße. Dort ist die Verkehrssituation – wegen des anliegenden Kindergartens – eine der aktuell vielleicht brisantesten: „Aufgrund des schlechten Zustands kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen mit dem Kindergartenverkehr“, schreibt die Verwaltung in besagtem Beratungspapier. Überarbeitet werden soll der Bereich zwischen Bahnstraße und Mariadorfer Straße. Kosten hier: circa 72.000 Euro.

Zu den Oberflächenschäden gesellen sich in einigen Fällen Risse, Ausbrüche oder Absackungen, Schäden durch Wurzeln oder sogenannte Sinkkästen und Schachtdeckel, die nicht mehr bündig zur Fahrbahnoberfläche sind. Außerdem, so die Verwaltung, seien Asphaltdecken stellenweise nicht mehr griffig. Die Schäden an den aufgeführten Straßen sind gravierend. So gravierend, „dass es bei nicht zeitnaher Instandsetzung dazu kommen kann, dass auch die Tragschicht unter der Fahrbahn Schaden nimmt“.

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