Alsdorf: Alsdorf: Euregiobahn wartet auf freie Fahrt

Alsdorf: Alsdorf: Euregiobahn wartet auf freie Fahrt

Sauer sind die Verantwortlichen der Stadt Alsdorf auf die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS). Durch dieses Medium „mussten” Verwaltung und Ratsmitglieder erfahren, dass sich der Ausbau der Euregiobahn Richtung Stolberg verzögern (Bericht „Ringschluss erst 2012” vom 19. März).

Reichlich kleine Brötchen hatte deshalb EVS-Geschäftsführer Christian Hartrampf im Ausschuss für Stadtentwicklung zu backen, als er genauer auf die Gründe für den Verzug einging.

„Die Ringbahn kommt”, beteuerte er. Weiterführung und Finanzierung bis Stolberg seien zu 99,9 Prozent gesichert. Aber gerade dieses Quäntchen Ungewissheit interessierte die Ausschussmitglieder außerordentlich. Es könne nicht sein, dass die Stadt rund 600.000 Euro für Bahnübergänge im Stadtgebiet ausgeben soll und die Bahn letztlich doch nicht bis Stolberg fahre, sagte Ausschussvorsitzender Gustl Rinkens (SPD).

Als Grund für den Aufschub nannte Hartrampf Verzögerungen bei den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG. In Stolberg soll in einem DB-Gebäude das notwendige elektronische Stellwerk eingerichtet werden.

Auf intensive Nachfragen sagte der EVS-Geschäftsführer, seine Firma würde notfalls ein eigenes Gebäude dort errichten. Der alte Güterbahnhof auf dem Annagelände komme hierfür als Ersatz nicht in Frage.

Zudem zögen sich die komplizierten Arbeiten an der Oberleitung und dem Übergang zum DB-Streckennetz am Stolberger Bahnhof noch bis Juni hin. Außerdem sollen noch zwei Begegnungsstrecken im Netz eingefügt werden. Ungeachtet dessen wolle die EVS noch in diesem Jahr die Strecke bis Kellersberg ertüchtigen, Mitte 2011 Begau erreichen und dann den Ringschluss vollenden.

Ein großes Zeitproblem stelle die Neuausstattung der elf Bahnübergänge im Alsdorfer Stadtgebiet dar. Eine Eisenbahnbrücke im Streckenverlauf soll ersetzt und zugleich mit einem kombinierten Fuß- und Radweg ausgestattet werden, sagte Hartrampf zu.

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