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Würselen: Alleingang in der Entsorgung

Würselen : Alleingang in der Entsorgung

Zum letzten Mal kam der Punkt „Kooperation in der Abfallwirtschaft” auf die Tagesordnung des Werksausschusses.

Aus der wurde er allerdings gleich wieder ersatzlos gestrichen, weil die Bemühungen der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) bei den Nachbarkommunen nicht auf einen fruchtbaren Boden gefallen waren. Kein Signal kam von dort, künftig mit Würselen in Sachen Entsorgung an einem Strang zu ziehen.

Enttäuschung

Die Enttäuschung darüber stand nicht nur der Werksleitung, sondern auch den Sprechern der Fraktionen im Sitzungssaal deutlich ins Gesicht geschrieben. Doch rasch machte sich Zweckoptimismus breit. Kommentar das CDU-Sprechers Joseph Bongard: „Wir kommen auch alleine zurecht.” Ins selbe Horn stieß SPD-Kollege Frank Zimmer: „Die KDW ist gut aufgestellt. Sie kann ihr Geschäft auch ganz gut im Alleingang bewältigen.”

Im konkreten Fall der Ausschreibung für Glas und Leichtverpackungen (Gelbe Säcke) war die Betroffenheit größer. Wie der Verwaltungsvorlage zu entnehmen, hatte sich die Stadt Würselen nicht beteiligt. Die Begründung: Es ist nicht gelungen, eine Unternehmenskooperation zu finden, die optimal in der Lage ist, das gesamte Kreisgebiet Aachen zu entsorgen.

Versuche, über die Abfallwirtschaft-Aachen (AWA) eine derartige Kooperation zustande zu bringen, hätten sich nicht als tragfähig erwiesen. Die Verwaltung führte dies darauf zurück, dass einerseits die AWA selbst nicht als Anbieter für das Einsammeln auftreten kann und andererseits in den anderen Kommunen keine ausreichenden unabhängigen Partner in diesem Geschäft vorhanden sind, die zuverlässig entsprechende Leistungen übernehmen könnten.