Alsdorf: Alemannia Mariadorf: Alter Vorstand bleibt auf dem Posten

Alsdorf: Alemannia Mariadorf: Alter Vorstand bleibt auf dem Posten

Mit rund 80 Mitgliedern war die Generalversammlung des SV Alemannia Mariadorf gut besucht. Im Mittelpunkt stand die Neuwahl des Vorstands, um die es im Vorfeld schon viele Debatten gegeben hatte, da Vorsitzender Josef Weitz nach 20-jähriger nicht mehr antreten wollte. Aber es kam anders.

Wie bei den meisten Vereinen finden sich kaum noch Menschen, die sich für Vorstandsposten zur Verfügung stellen. Das war auch dem SV Alemannia Mariadorf trotz großer Anstrengungen durch 2. Vorsitzender Jürgen Kochs nicht gelungen, so dass sich letztendlich der alte Vorstand für weitere zwei Jahre, unter einer Reihe von Bedingungen, die die Versammlung vor den Wahlen akzeptierte, zur Verfügung stellte, um somit großen Schaden vom Verein abzuwenden — zumal auch die derzeitige sportliche Situation der ersten Mannschaft katastrophal ist.

„In einem solchen Zustand hat sich noch nie eine Mannschaft der Landalemannen in all den Jahren befunden“, bedauert der alte und neue Vorsitzende Josef Weitz.

Zu den Bedingungen, unter denen er sich wiederwählen ließ, listete Weitz auf: „Die Wahl eines kompletten Vorstandes, Abgabe von zahlreichen Arbeiten durch den Vorsitzenden durch Einhaltung eines Geschäftsplanes, verstärkte Einbindung der Beiratsmitglieder in die Vereinsarbeit und Neuplanung der Rückrunde Spielbetrieb aufgrund der derzeitigen Situation der ersten Mannschaft.“

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung kam es zu drei Vereinsehrungen: Fred Beger für 40 Jahre, Karl-Heinz Lürken für 50 Jahre und Peter Kaldenbach für 80-jährige Mitgliedschaft.

Die Jugendabteilung beschäftigt derzeit 284 Spieler in 14 Mannschaften; die Altherrenabteilung verfügt über 74 Mitglieder, davon 24 aktive Spieler; finanziell steht der Verein gut da und schreibt schwarze Zahlen.

(rp)
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