Aixpertentheater spielt "Antigone"

Aixpertentheater spielt „Antigone“ : Erneut ausdrucksstarkes Theater an zwei Herzogenrather Spielorten

Mit dem im Herzogenrather Klösterchen ansässigen Aixpertentheater gibt es auch ein professionelles Theater in den kleinen Häusern unserer Region. So traut sich das dieses Mal fünfköpfige Ensemble auch des gesellschaftlich aktualisierten Themas wegen gleich drei Auftritte in Herzogenrath zu.

Der Reigen der Performances startet am Freitag, 29. März, um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) in der Kulturkirche der Pfarre St. Josef in Herzogenrath-Straß, Josefstraße. Tickets zum Vorverkaufspreis von 10 Euro gibt es an der Infothek im Rathaus, in den Buchhandlungen Katterbach, sowie im Pfarrbüro von St. Josef, Josefstraße 6, wo auch unter 02406/2255 Karten zum Zurücklegen an der Abendkasse geordert werden können. An der Abendkasse sind die Tickets dann für 12 Euro zu haben, wobei alle Ausnahmegruppen lediglich jeweils die Hälfte zu zahlen haben.

Schon am darauffolgenden Freitag und Samstag, 5. und 6. April, gibt es die Doppelveranstaltung im Soziokulturellen Zentrum Klösterchen an der Dahlmemerstraße 28 in Herzogenrath-Ritzerfeld. Auch hier starten die Auftritte um 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr. Karten im Vorverkauf kosten 12 Euro und an der Abendkasse 15 Euro, wobei hier keine Preisreduktionen erfolgen.

Zusätzlich zu den schon zuvor genannten Stellen sind Karten auch über das DORV in Pannesheide, das Grenzenlos in Herzogenrath-Mitte sowie das Gebrauchtwarenkaufhaus Patchwork in Merkstein zu erwerben. Als neues Stück, das erst kürzlich in Aachen Premiere hatte, zeigen die Aixperten in dieser Saison „Antigone“ von Jean Anouilh.

Das Stück fußt auf der griechischen Mythologie: Nachdem sich Ödipus Söhne, Eteokles und Polyneikes, im Kampf um die Herrschaft Thebens gegenseitig erschlagen haben, muss ihr Onkel Kreon gemäß Thronfolge die Herrschaft übernehmen. Während er für Eteokles eine feierliche Beisetzung anordnet, lässt er die Leiche des Widersachers Polyneikes vor den Toren der Stadt liegen und untersagt ihre Beerdigung unter Androhung der Todesstrafe. Antigone widersetzt sich der königlichen Anordnung und will ihrem Bruder den letzten Dienst erweisen. Als man sie dabei ergreift, verleugnet sie Ihre Tat nicht und lehnt jede Schonung durch ihren Onkel ab. In dieser Tragödie von Jean Anouilh, der den antiken Stoff in die heutige Zeit transferiert hat, ist die idealistische, junge Antigone die zentrale Person. In der folgenschweren Auseinandersetzung mit König Kreon wird deutlich, wie dieser mit seiner neuen Führungsrolle hadert. Kann konsequentes Handeln menschlich sein?

Theater und Veranstalter hoffen gleichermaßen, dass sich viele Besucher aus der gesamten Region auf diesen antiken Stoff einlassen und in der Adaption des Stücks in die heutige Zeit auch den Reiz erkennen, dass thematische Grundelemente und Themenstränge des Theaters niemals altern.

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