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Alsdorf: Afrika-Musical Yomo begeistert

Alsdorf : Afrika-Musical Yomo begeistert

Die Aufführung des Afrika-Musicals „Yomo” der Musikschule Hennigsdorf in der Alsdorfer Stadthalle entführte das begeisterte Publikum auf eine aufregende Reise auf den schwarzen Kontinent.

Die Liebesgeschichte zwischen der deutschen Touristin Theresa (Davina Skwierawski) und dem gehörlosen Afrikaner Yomo (Marek Strupp) ist eingebettet in ein Stück, das in aller Deutlichkeit die Gegensätze zwischen den Kulturen problematisiert und dem Zuschauer Afrika auf beeindruckende Art und Weise näher bringt.

Der Jugendliche Yomo ist aufgrund seiner Behinderung ein Außenseiter in seinem Dorf Nyanyano. Seine einzigen Freunde sind die Tiere, die ihm immer beistehen und mit denen er kommunizieren kann. Als schließlich eine deutsche Reisegruppe in Yomos Dorf eintrifft, entwickelt sich im Laufe der Geschichte eine besondere Beziehung zwischen Yomo und Theresa.

Bei einem Ausflug der Touristen versagt deren Reisebus und Yomo leitet die Gruppe in ein nahe gelegenes Dorf. Dort widersetzen sich zwei der Touristen dem Verbot der Dorfbewohner und besuchen in der Nacht den Wasserfall, der für die Dorfbewohner ein heiliger Ort ist. Am nächsten Tag hat das Dorf kein Wasser mehr, was unter den Dorfbewohnern zu großer Panik führt, da das Wasser für sie überlebenswichtig ist. Yomo und Theresa schaffen es schließlich, den Konflikt zu lösen und die Geschichte zu einem glücklichen Ende zu führen.

Die über 100 Mitwirkenden der Musikschule Hennigsdorf boten unter der Leitung des Dirigenten Rolf-Peter Büttner, der ebenfalls Text und Musik des Musicals geschrieben hat, eine beeindruckende Leistung. Ob die Akteure auf der Bühne, das harmonierende Orchester, das Ballett oder der Chor, ein hohes Maß an Perfektion und Konzentration wurde gezeigt, und die zweieinhalbstündige Inszenierung ging nahezu perfekt über die Bühne. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen zeigten sich von der Leistung aller Beteiligten begeistert. Szenenapplaus gab es reichlich, und auch als Dirigent Rolf-Peter Büttner nach der Pause an seinen Platz zurückkehrte, empfing ihn und sein Orchester bereits ein tosender Beifall.

Doch nicht nur die schauspielerische und gesangliche Leistung der Darsteller überzeugte, auch das Orchester konnte immer wieder eindrucksvoll sein Können unter Beweis stellen. Besonders stachen einige Szenen hervor, etwa das Duett zwischen Theresa und Yomo, in dem die beiden Hauptdarsteller durch Mimik und Gesang punkteten. Bewegend war auch das Violinsolo von Theresia Schäfer, das die grazile Tanzeinlage des Balletts untermalte, welches bei Schwarzlicht fluoreszierende Akzente auf der Bühne setzte.

Ein großes Stück Authentizität zeichnete das Afrika-Musical der Musikschule aus der Alsdorfer Partnerstadt aus. Die Kostüme der Darsteller waren zum Teil extra in Ghana angefertigt worden, und die afrikanischen Trommelrhythmen sowie das Bühnenbild und die Beleuchtung sorgten für eine täuschend echte afrikanische Atmosphäre.