Herzogenrath/Würselen: ADAC-Bundesturnier: Drei mögliche Teilnehmer kommen aus dem Grenzland

Herzogenrath/Würselen: ADAC-Bundesturnier: Drei mögliche Teilnehmer kommen aus dem Grenzland

Es war nicht nur der Heimvorteil, sondern es ist die jahrelange Erfahrung, dass die Erfolgsserie der jungen Radfahrer aus dem Grenzland beim diesjährigen ADAC-Regionalturnier in Herzogenrath fortgesetzt werden konnte.

Zum 13. Mal in Folge haben sich junge Fahrradfahrer aus dem Grenzland für das ADAC-Bundesturnier qualifiziert, das vom 15. bis 18. November in Koblenz ausgetragen wird. Chantal Klinkenberg und Jonas Wunschik, beide aus Herzogenrath, sowie Tim Ostlender aus Baesweiler konnten durch ihre Siege in den jeweiligen Gruppen vor den Augen ihrer Eltern und zahlreicher Zuschauern die Fahrkarten nach Koblenz in Empfang nehmen. Das Bundesturnier, bei dem die besten 108 Jungen und Mädchen aus der gesamten Bundesrepublik um die sechs Meistertitel kämpfen, ist gleichzusetzen mit der Deutschen Meisterschaft.

Die Mädchen und Jungen hatten durch Siege in den beiden ADAC-Fahrradturnieren der Eurode Racing Herzogenrath sowie der GHS Würselen das Qualifikationsturnier in Herzogenrath erreicht.

Gina Nöhlen aus Würselen sorgte in der Gruppe Mädchen II für die erste große Spannung. Im Vorlauf fuhr sie fehlerfrei und lag mit nur zwölf Hundertstel Rückstand auf dem zweiten Platz. Der Sprung auf die oberste Stufe des Siegespodests verhinderte ein Ausrutscher am Schrägbrett, der sie im Stechen drei Fehlerpunkte kostete. Dennoch verteidigte sie ihre Silbermedaille, da Charlotte Weber aus Essen sich gar vier Fehlerpunkte einheimste. Sonja Becker, ebenfalls aus Würselen, belegte in der Endwertung der Gruppe MII den sechsten Platz von acht Teilnehmerinnen.

Das Stechen unter den drei Erstplatzierten in der Gruppe Jungen II war der erste Höhepunkt des Turniers: Tobias Jonathan Poddig aus Herzogenrath belegte mit einer Hundertstel Sekunde Rückstand den zweiten Platz hinter Jonas Wunschik, der mit 7,46 Sekunden die bis dahin beste Zeit im Slalom erzielte. Im Stechen fuhren alle drei Teilnehmer fehlerfrei, allerdings brachte Maurice Riedel aus Jülich bereits einen Fehler aus dem Vorlauf mit. Tobias legte die verlängerte Zeitmessstrecke in 43,95 Sekunden zurück. Danach startete Jonas Wunschik, der Tobias Zeit noch um über eine Sekunde unterbot und damit seine dritte Teilnahme in Folge an einem Bundesturnier sicher stellte.

In der Gruppe I der Jungen hatte zuvor Jannis Conrad aus Würselen das Stechen erreicht. Nach Rang sechs im letzten Jahr ist der dritte Platz für Jannis der bisher größte Erfolg. Spannend ging es auch in diesem Jahr wieder in den beiden „Königsklassen” Mädchen und Jungen III zu. Chantal Klinkenberg aus Herzogenrath zeigte sowohl im Vorlauf wie auch im anschließenden Stechen ihr überragendes Können und ihre große Erfahrung.

Beide Läufe absolvierte sie fehlerfrei und fuhr im Stechen hervorrage Zeiten. Nach drei Jahren Platz zwei hinter Hanna Ostlender nimmt zum dritten Mal an einem Bundesturnier teil. Celina Scheilz aus Herzogenrath hatte ihre Erwartungen sehr hoch geschraubt, doch spielten die Nerven nicht mit. Die Dramatik war nicht mehr zu überbieten, als das Stechen der Gruppe Jungen III begann. Drei Teilnehmer gingen ohne Fehlerpunkte ins abschließende Stechen. Nach dem Vorlauf hatte Tim Ostlender mit einer Zeit von 6,58 Sekunden im Slalom einen hauchdünnen Vorsprung vor Jan Wunschik.

Dritter war Niclas Weber vom PSV Essen, dessen Rückstand noch gar nichts bedeutete, galt es doch im Stechen, nicht nur eine gute Zeit zu fahren, sondern zunächst die acht Aufgaben verlustpunktfrei zu absolvieren. Niclas Weber leistete sich jedoch bereits in der Acht einen Fehlerpunkt. Danach startete Jan Wunschik und legte eine Fabelzeit vor.

Allerdings führte eine kleine Unachtsamkeit in der Acht bei Jan zu einem einzigen Fehler. Für Tim galt es nun nur ohne Fehler zu fahren. Souverän schaffte es Tim Ostlender schließlich, nach Passau und Saarbrücken seine dritte Teilnahme in Folge an einem Bundesturnier zu sichern: fehlerfrei und in einer Zeit von 41,13 Sekunden lag er am Ende ganz vorn.