„Aber Hallo“ an Carl-von-Ossietzky-Straße in Alsdorf

Entwicklungsausschuss billigt Bebauungsplan : Ein neues Haus für Kunst und Jugend entsteht

Es war schon bitter für die Akteure der Jugendkunstschule „Aber Hallo“, im letzten Moment doch nicht die bereits speziell für sie konzipierten und fertiggestellten Räume im Kultur- und Bildungszentrum (KuBiz) beziehen zu dürfen.

Dafür meldete das Dalton-Gymnasium Bedarf an. Die Stadt Alsdorf folgte dem Ansinnen. Ein Vorgang, der mit einem Vierbeiner vergleichbar ist, dem vor dem Zuschnappen die hingehaltene Wurst schnell weggezogen wird. Immerhin hatte das „Frauchen“, in diesem Fall die Stadt Alsdorf, ein angemessen schlechtes Gewissen. So beschloss der Stadtrat einen separaten Neubau.

Dieses Projekt soll nebst Jugendtreff an der Carl-von-Ossietzky-Schule in Alsdorf-Mitte realisiert werden. Mit Blick auf die angrenzenden Einrichtungen (Grundschule, Kindergarten, Realschule, Gymnasium, Energeticon, neuer Sportplatz) spricht die Kommune von einer „Kultur-, Jugend- und Bildungsachse“.

Zuletzt hat der Stadtentwicklungsausschuss den entsprechenden Bebauungsplan Nummer 370 gebilligt und die vorgeschriebene öffentliche Auslegung nebst „informeller Bürgerinformation“ beschlossen. Allerdings wird sich die Jugendkunstschule noch einige Zeit gedulden müssen. Erst im nächsten Jahr dürften die Bauarbeiten für die neue Unterkunft beginnen.

Betriebshof weicht

Bis zur Fertigstellung des neuen Domizils muss „Aber Hallo“ in der im Jahre 1962 errichteten Turnhalle der nicht mehr existierenden Grundschule Alsdorf-Busch ausharren. Der Verein „Aber Hallo“ ist seit 1993 als Träger der Jugendkunstschule und eines Jugendtreffs in Alsdorf aktiv. Das neue Gebäude soll auf einer Fläche (insgesamt rund 2400 Quadratmeter) errichtet werden, die im Südosten an das Grundstück der Gemeinschaftsgrundschule Alsdorf Annapark und im Südwesten an das Areal angrenzt, auf dem das „Langhaus“ (Kraftzentrale) steht. Die Grundfläche der neuen Schule umfasst rund 509 Quadratmeter. Die Zufahrt erfolgt von der Carl-von-Ossietzky-Straße aus.

Durch diesen Neubau fallen zwar 20 Stellplätze sowie der derzeitige Betriebshof des benachbarten KuBiz weg. Aber dafür werden 25 Parkplätze östlich des Neubaus angelegt, umgrenzt von einer Rotbuchenhecke.

Festgesetzt wird eine maximal zweigeschossige Bauweise. Die Firsthöhe wird auf zehn Meter begrenzt. Die Planer haben errechnet, dass durch die Versiegelung bzw. Bebauung der Fläche ein „ökologisches Defizit“ von 350 Ökowertpunkten entsteht. In Abstimmung mit der Städteregion Aachen soll dies durch Anpflanzen von Blühstreifen (Gesamtfläche 350 Quadratmeter) am westlichen Rand des Annaparks ausgeglichen werden.

Das Gesamtbudget für die neue Jugendkunstschule beträgt knapp 1,6 Millionen Euro. Aus einem Förderprogramm des Bundes kommt der größte Batzen: 1,365 Millionen Euro. Deshalb muss die Stadt „nur noch“ 223.000 Euro berappen.

Die zu bebauende Fläche ist ohnehin im Besitz der Kommune.

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