Würselen: 70 Jahre Weidener Jungenspiele

Würselen: 70 Jahre Weidener Jungenspiele

In diesem Jahr feiert das Weidener Jungenspiel ein Jubiläum: Obwohl schon 70 Jahre alt begeht man von 21. bis 24. August im großen Festzelt auf dem Marktplatz das 60. Kirmesspiel.

Ein Jubiläum ist dann auch immer eine gute Gelegenheit, sich der Vergangenheit zu erinnern und das tut das Weidener Jungenspiel ab sofort mit einer Ausstellung in der örtlichen Sparkasse.

Diese eröffnete jetzt die Vorsitzende Melanie Dautzenberg zusammen mit dem Hausherrn Leo Jansen, Würselens stellvertretender Bürgermeister Harald Gerling, sowie vielen interessierten Gästen - unter ihnen der Westwacht-Vorsitzende Peter Kremer, AWJ-Chef Hans Maaßen, Abordnungen der befreundeten Vereine und natürlich der Fahnenschwenker Grün-Weiß, die in diesem Jahr selbst 30-jähriges Bestehen feiern. Die Schau trägt den viel versprechenden Titel „Augenblick(e)”.

Vor exakt sieben Jahrzehnten hatten Jungenspielfreunde rund um das damalige Königspaar Fine Delahaye und Hugo Doum den Grundstein für das Weidener Kirmestreiben gelegt. Bei ihnen und allen nachfolgenden Generationen bedankt sich Dautzenberg herzlich für ihr Engagement in den verflossenen Jahrzehnten.

Während in ihren Reden Leo Jansen und Harald Gerling vor allem das prächtige ehrenamtlich Engagement die vielen Verantwortlichen über sechs Jahrzehnte lobten, hatte Dautzenberg gleich zwei Jubiläumsextras parat: Das Logo des Weidener Jungenspiels wurde als geprägter Pin in tollen Design neu aufgelegt und wird an den Kirmestagen zunächst an die ehemaligen Spielspitzen, die den Festzug bereichern, sowie den Festausschuss vergeben. Anstelle einer Festschrift konnte sie darüber hinaus das „Kirmeslob” als Jubiläumsausgabe vorlegen.

Hier sind neben den Fotos der Spielspitzen seit 1999 auch die Traditionen rund um das „Begräbnis” als Abschluss der alljährlichen Kirmes beschrieben. Interessant und lustig dürften für viele der Beteiligten die Kirmeslesung und die Fürbitten der einzelnen Jahre nach zu lesen sein.

Die ersten Exemplare erhielten Hausherr Leo Jansen und Sparkassen Gebietsdirektor für den Nordkreis, Manfred Aretz. Dann erläuterte der Ehrenvorsitzende des Weidener Jungenspiels, Stephan Kriescher, den Titel der Ausstellung, der zum einen auf den Augenblick der Aufnahme hinweist, als auch auf die Augen-„Blicke” der Spellsteilnehmer.

Unter anderem richte er den Blick der vielen Besucher auf eine Zeichnung aus dem Fundus der Sparkasse, die das Jungenspiel vor dem 1867 erbauten Broichweidener Rathaus zeigt.

Durch die Kriegswirren erklärte er den Umstand, dass zwar das Jungenspiel schon 70 Jahre besteht, in diesem Jahr aber das 60. Speel gefeiert wird und das mit viel Jubel, Trubel und Heiterkeit.

Vom 21. bis zum 24. August (siehe Info-Box) werden bei den Festzügen und natürlich im großen Festzelt auf dem Marktplatz die Spielspitze mit dem Königspaar Jenny Glaser und Markus Kosok, dem Maipaar Anna Krug und Stefan Kuck, den Ehrendamen Christiane Kronenberg und Nina Scheeren, sowie die Pritschenmeister Andreas Glindmeyer und Andreas Staerk im Mittelpunkt stehen.

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