Würselen: 40 Jahre Ehrenamt: Verdienstmedaille für Johanna Wendel

Würselen: 40 Jahre Ehrenamt: Verdienstmedaille für Johanna Wendel

Die Zahl der Blumensträuße, Gratulanten und lieben Worte schien unendlich, als Johanna Wendel aus Würselen am Dienstag in Aachen eine ganz besondere Auszeichnung erfuhr. Seit mehr als 40 Jahren im Ehrenamt engagiert, wurde „Hanny“ im Haus der Städteregion Aachen mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg überreichte der Würselenerin die Auszeichnung bei einer Feierstunde im Kreise ihrer Familie und Wegbegleiter aus politischen und sportlichen Ämtern, darunter der Bürgermeister der Stadt Würselen, Arno Nelles, und Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers.

Im Judo und im Taekwondo ist Wendel aktiv, in der SPD und zudem ist sie die Initiatorin der „Lebenden Krippe“ auf Burg Wilhelmstein. „Sie verkörpern das Idealbild der engagierten Seniorin, die im Alter nicht müde in ihrer Einsatzkraft wird“, lobte Etschenberg und betonte, dass Wendel die hohe Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland mehr als verdient habe. „Sie werden heute für Ihr umfassendes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet, das sie in den vergangenen gut 40 Jahren gezeigt haben, ihren Einsatz im sportlichen Bereich sowie Ihr enormes sozialpolitisches Engagement, insbesondere für Senioren.“ Sie verschaffe den Belangen der Senioren mit vollstem Einsatz Gehör und helfe ganz konkret.

Gleichfalls bis zum heutigen Tage bringe sie sich auf sportlichem Felde ein — im Judo und im Taekwondo. „Sie sind eine Frau, die ihre komplette Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellt. Dabei ist die Gerechtigkeit ein ganz zentraler Punkt in ihrem Leben, dem sie sich verpflichtet fühlen.“

Im Jahr 1970 gründete Wendel gemeinsam mit ihrem Mann Hans den „Judo-Club Würselen“ Seit dieser Zeit ist sie die ehrenamtliche Geschäftsführerin im Fünf-Sparten-Verein und investiert täglich viele Stunden in Training und Verwaltung. Sie organisiert das gesamte Vereinsleben inklusive Großveranstaltungen und Urlaubsfahrten, engagiert sich besonders in der Jugendarbeit. Neben der Tätigkeit für „ihren“ Verein, ist sie auch im Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband seit 2003 als Kassenprüferin und seit 2005 als Mitglied des Rechtsausschusses aktiv. In der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union war sie mehr als zehn Jahre Schatzmeisterin für den Regierungsbezirk Köln und ist bis heute Vorsitzende des Rechtsausschusses.

Auch im politischen Bereich ist Johanna Wendel aktiv, seit 1970 ist sie Mitglied der SPD. „Es ist ihr eine Herzensangelegenheit, praktische Hilfe für Ihre Mitmenschen zu leisten. Sie organisiert Kaffee-Nachmittage für sozial schwache Familien, ist seit 20 Jahren Seniorenbeauftragte der SPD im Stadtverband Würselen“, zählte Etschenberg auf. In dieser Funktion organisiere sie dort regelmäßig Seniorennachmittage, politische Seminare und Tagesfahrten für Senioren. Sie gehört dem Seniorenbeirat der Städteregion Aachen an, ist Vorsitzende der AG 60plus im Unterbezirk Kreis Aachen, Vorsitzende der AG 60plus der SPD-Region Mittelrhein und stellvertretende Landesvorsitzende der AG 60plus in NRW.

Und eine besonders beliebte Attraktion im Advent geht auch auf Wendel zurück: 1999 initiierte sie die „Lebende Krippe Bardenberg“, die szenische Aufführung der Weihnachtsgeschichte auf Burg Wilhelmstein. Bis 2010 war sie für die Organisation verantwortlich, dann übernahm ihre Tochter diese Aufgabe.

„Die Aufzählung ihrer Verdienste macht klar: diese Frau hat wirklich jede freie Minute für den Dienst an anderen Menschen eingesetzt“, betonte Städteregionsrat Etschenberg.

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