Baesweiler: 350 Menschen feiern: Realschule Baesweiler wird 50

Baesweiler: 350 Menschen feiern: Realschule Baesweiler wird 50

Das Lob für den gelungenen Baukörper der Realschule Baesweiler und dessen Erweiterungen war noch nicht ganz verklungen, da kündigte Schulleiter Michael Göbbels schon ein neues Projekt an. Vielmehr ist es ein altes Projekt, denn das 1968 von Josef Mayer geschaffene „Lichtkinetische Objekt“ in der Aula der Schule in Setterich soll bald wieder in ganzer Pracht funktionieren.

„Ich fände es eine tolle Sache, wenn man es im Jubiläumsjahr wieder in Gang setzen könnte“, so Göbbels. Aktiv geworden sind im Vorfeld der gelungenen Feier mit rund 350 Gästen viele Menschen, wobei sich Schüler, Lehrer, Eltern und Förderverein gleichermaßen ins Zeug gelegt haben, um das Programm zu gestalten.

Die Schülerband „Cookie Monsters“ sorgte für musikalische Kurzweil im Jubiläumsprogramm der Aula in der Realschule Baesweiler.

Die passende Musik dazu kam von den „Cookie Monsters“, die vor allem rockige Klänge ausgesucht hatten.

Das Jubiläumsprogramm hatte es aber auch sonst in sich: Denn Michael Göbbels beleuchtete nicht nur den Werdegang der Schule von der Eröffnung am 22. April 1965 bis heute, sondern ließ auch Weggefährten und Ehemalige zu Wort kommen.

Zu den Begleitern auf dem Weg zum halben Jahrhundert Schulbestehen, darf seit zehn Jahren auch Helga Jarosch von der Bezirksregierung Köln als Schulaufsichtsbehörde gezählt werden. Sie zeigte beim Besuch in Setterich anhand von Schlagworten aus fünf Jahrzehnten auf, wie sehr sich Schule auch immer als Spiegel der Gesellschaft und deren Veränderungen versteht.

War es in den 1960er-Jahren noch das Wort der „Bildungskatastrophe“ und der dringenden Reform der Bildungslandschaft, das die Runde machte, war es ein Jahrzehnt später die antiautoritäre Erziehung. „Damals gingen Lehrer auch dazu über, sich von den Schülern duzen zu lassen“, berichtete Jarosch. Sie sah aber das vor über 20 Jahren entstandene, geflügelte Wort von der Schule als dem „Haus des Lernens, in dem Lernen ansteckend wird“, als sehr passend für die Realschule in Baesweiler.

Das sah naturgemäß auch Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens so, der die Realschule als wichtigen Bestandteil der Schullandschaft in der Stadt einstufte. Linkens lobte konstant hohe Schülerzahlen und ein engagiertes Lehrerkollegium. „Und unsere Realschule wird ihren Aufgaben in besonderem Maße gerecht, den Schülern notwendiges Wissen, Fähigkeiten und Werte mit auf den Weg zu geben“, schloss der Erste Bürger.

Da hakte Schulleiter Michael Göbbels gerne noch einmal ein, denn neben seinem auch mit Augenzwinkern auf Mode und Frisuren gestalteten, kurzweiligen Rückblick auf die Schulgeschichte, blickte er auch in die Zukunft. „Das nächste Projekt ist ein flexibles Klassenzimmer in der pädagogischen Station“, verriet er den Gästen.

Die Möbel sind bestellt, in den Herbstferien wird an der Umsetzung gearbeitet und damit wird die Schulgeschichte wieder um einen Mosaikstein reicher.

(mabie)